Der italienische Automobilhersteller blickt auf eine 102-jährige Geschichte zurück. Der Startschuss wurde allerdings von einem Franzosen gegeben – dem Ingenieur Alexandre Darracq, der 1906 in Portello ein kleines, dafür aber für die damaligen Zeiten hoch modernes Automobilwerk errichtete. Der Anfang ist schwierig und die ersten gebauten Modelle können sich auf dem heimischen Markt nicht richtig durchsetzen.
1915 übernimmt Nicola Romeo die Führung im kämpfenden Unternehmen und das entpuppt sich als eine durchaus positive Wende in der Unternehmensgeschichte. Neben den zahlreichen Erfolgen im Rennsport spricht auch die ausgebaute Modellpalette die Kunden an – neben Autos bietet Alfa Romeo in den ersten Jahrzehnten auch Traktoren, Lastkraftwagen, Omnibusse, Straßenwalzen, Elektro- und Dampflokomotiven und sogar Triebwerke für Schiffe und Flugzeuge.
Der Durchbruch auf dem europäischen Markt schafft Alfa Romeo im Jahr 1950 mit dem Modell 1900, womit die Marke vor allem im Luxussegment einen Namen für sich machen kann. Auch der 1,3-Liter große Giulietta trägt zum hohen Bekanntheitsgrad des Herstellers bei. Der Wagen gehört mittlerweile zu den Alfa-Legenden und erfreut sich jahrzehntelang einer enormen Kundenresonanz.
In den 70ern zeigt sich der Hersteller noch stärker. Vom Band Rollen einige der erfolgreichsten Modelle in der Biografie der Fiat-Tochter wie etwa der V8-Sportwagen Montreal, der Alfetta und der Alfasud.
1987 wird die Marke vom Fiat übernommen, dem sie bis heute noch gehört. Innerhalb des Konzerns produziert Alfa weiterhin erfolgreiche eigene Modelle, darunter zählen der Spider, der GT, der 147 und der Brera.
Das neue Jahrtausend begann für Alfa mit einigen hoch erfolgreichen Entwicklungen – dem neuen GTA, dem 156/156 GTA und dem GTI-Schreck 147-GTA. Die schweren Zeiten scheinen für immer in der Vergangenheit gelassen zu sein. 2007 wechselte Luca De Meo den amtierenden Präsidenten der Marke Antonio Baravelle ab. Der neue Chef will unbedingt auf internationale Expansion setzen und plant eine Offensive auf dem US-amerikanischen Markt.
Charakteristisch für die Automobile der Marke ist das hoch individuelle Design, das Extravaganz und Sportlichkeit in hoch moderner Verpackung vermittelt. Seit mehr als 100 Jahren schafft es der Hersteller, sein persönliches Profil zu bewahren und Modelle zu entwickeln, die gleich in Erinnerung bleiben.
Und noch eine Kruiosität: Das Markenzeichen des Herstellers ist ein Kunstwerk für sich und trägt auch zu der Popularität der Marke bei. Dieses setzt sich aus zwei Symbolen der Lombardischen Provinz zusammen – das rote Kreuz auf weißem Grund ist das Zeichen der Bürger und Bauer der Lombardei und die gekrönte Schlange war lange Zeit das Emblem der mächtigen Visconti-Familie.