Aston Martin - Hersteller Geschichte
Aston Martin

Aston Martin steht für kompromisslose Sportlichkeit und edle britische Eleganz. Trotz der langen Biografie der Marke sind die schwierigen Zeiten und die äußerst unklare Zukunft immer noch ein Thema bei den Vorstandssitzungen des renommierten Herstellers. Bis zum Jahr 2007 gehörte die Firma zum Ford-Konzern, doch dann entschied sich der amerikanische Produzent seine Aktienanteile zu verkaufen. Der Hintergrund waren deprimierende Verkaufszahlen, äußerst starke Konkurrenz und allgemein mangelndes Interesse an teuren sportlichen Modellen. Der neue Besitzer heißt David Richards – ehemaliger Formel-1-Teamchef und Ralley-Meister. Er zeigte sich zum Anfang des Automobiljahres hoch ambitioniert, die Realität zu ändern. Er hat eine Team-Zulassung zur Formel 1 erworben und somit gleich eine hervorragende Möglichkeit, den alten Glanz des Herstellers zu restaurieren.

Zu den Highlights in der Unternehmensgeschichte gehören auf jeden Fall die Auftritte von verschiedenen Aston Martins als Dienstwagen von James Bond in den Filmen ”Goldfinger“, ”Thunderball“ und zuletzt in ”Stirb an einem anderen Tag“. Aber auch die unzähligen Erfolge im Motorsport wie etwa die Le Mans-Siege oder die Markenweltmeisterschaften sowie die Spektakel, die der Hersteller bei allen großen Automobilausstellungen anbietet, tragen zum Legenden-Status der Marke bei.

Charakteristisch für die Fahrzeuge mit dem Markenemblem ”Aston Martin“ ist ihre Exklusivität. Der Hersteller legt besonderen Wert auf die Einzigartigkeit jeder Einheit und entwickelt aus dem Grund eine lange Reihe von Extras und Sonderausstattungen, mit denen das Serienmodell zu einer Eigenkreation stilisiert werden kann. Das Ganze wird noch interessanter, wenn man bedenkt, dass die Produktion eigentlich als Tuning angefangen hat. Das erste Modell der Gründer Lionel Martin und Robert Bamford war ein sportlich umgebautes Fahrzeug der Marke Singer, mit dem auch der erste Rennerfolg erzielt wurde.

Aston Martin wird unter anderem mit dem markanten Emblem mit den Buchstaben ”A“ und ”M“ assoziiert. Das Interessante ist allerdings, dass es von der ägyptischen Kultur inspiriert wurde. Bei der Entwicklung des Markenzeichens ließ sich Sammy Davis von der Form des Skarabäus inspirieren. Seit 1932 schmückt das Logo alle Automobile, die die Werke des Herstellers verlassen, als Zeichen der langen Tradition, worauf der Hersteller besonders stolz ist.

1914
Das Unternehmen Aston Martin wird in London gegründet.
März 1915
der erste Wagen mit dem Spitzennamen "Coal Scuttle" wird zugelassen
Mai 1922
der Rennfahrer Zborowsky stellt mit einem Aston Martin einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf.
Oktober 1926
Der neue Besitzer der Marke, Lord Charnwood, beginnt an einem neuen Standort in Feltenham, Middlesex, mit der Produktion der neuen Modelle. Das Unternehmen heißt ab jetzt Aston Martin Motors Ltd.
1932
Aston Martin Motors Ltd. wird an Sir Arthur Sutherland verkauft.
1935
Die Automobile von Aston Martin erzielen eine Reihe von Rennerfolgen, die für eine große publicity sorgen. In diesem Jahr bildet sich eine kleine Fangemeinde in London zum ersten Auto-Markenclub in England – der Aston Martin Owners Club gehört heute zu den größten und mit Sicherheit traditionsreichsten Clubs der Welt.
Februar 1947
Der britischer Unternehmer David Brown kauft die in einer finanziellen Krise geratene Aston Martin Motors Ltd.
1948
Das neue Modell 2-Litre Sports Drophead Coupé wird in London vorgestellt.
1949
Die Piloten John Horsefall und Leslie Johnson holen den ersten großen Rennerfolg für den Hersteller. Die beiden beenden als erste das Rennen in Le Mans und sichern somit den Klassensieg für Aston Martin.
1950
Das Modell DB 2 bringt den zweiten Sieg für Aston Martin in Le Mans und im darauf folgenden Jahr wiederholt das von John Wyre geleitete Team den respektablen Erfolg.
1954
Der neue Firmensitz liegt in Newport Pagnell und ist bis heute Heimat der Marke.
Oktober 1963
Das Modell DB 4 wird auf der Londoner Motor Show präsentiert. Dank seines eleganten Designs und starken Motors wird es schnell zu einer Verkaufssensation.
30. Dezember 1974
Die andauernde finanzielle Krise, die auch noch von der Stagnation in England verschärft wird, zwingt die Unternehmensführung dazu, Konkurs anzumelden. Ca. 175 Mitarbeiter müssen um ihre Arbeitsplätze fürchten.
1975
Die Rettung kommt von den amerikanischen Geschäftsmännern Peter Sprague und George Minden, die die Führung übernehmen.
1984
Aston Martin hat wieder neue Besitzer. Das sind Victor Gauntlet und Peter Livanos.
1986
Aston Martin beginnt eine Kooperation mit Ford.
1989
Das Modell Virage wird vorgestellt. Dieses bietet eine neue Designslinie und überarbeiteten Motor, mit dem die Marke erfolgreich in das neue Zeitalter des Automobilbaus startet.
12. März 2007
Ford verkündet die Trennung von der Mehrzahl der Anteile an der Marke Aston Martin. Die britische Firma Prodrive übernimmt 85 Prozent der Anteile von Aston Martin.