Ein ambitionierter Autoenthusiast steht am Anfang der Unternehmensgeschichte von Chevrolet. Louis Chevrolet wurde am Weihnachtstag des Jahres 1878 geboren. Seine ernsthaften automobilen Ambitionen zeigte er allerdings erst nach seiner Auswanderung nach USA. In New York sammelt Louis erste Erfahrungen im Fahrzeugbau in den Werkstätten von De Dion-Bouton und Fiat. Doch der Ehrgeiz zeigt sich stark genug. Der erst 26-jährige Louis gewinnt im Jahr 1904 sein erstes Rennen – The Three Miles – und zwar mit einem Fiat, mit dem der Schweizer nicht nur den Sieg erreicht, sondern auch den Geschwindigkeitsrekord über eine Meile bricht.
Mit einer Reihe von glamourösen Rennerfolgen wird Chevrolet zu einem absoluten Superstar im Umkreis New York. 1911 gründet er auch die Chevrolet Motor Car Company. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Chevrolet und sein Partner William C. Durant setzen auf hoch moderne Technologie und Sportlichkeit, die sich als absolute Erfolgskonzepte erweisen.
Nach dem Tod des Gründers kommt der richtige Aufstieg der Marke auf dem internationalen Markt. 1953 wird das legendäre Modell ”Corvette“ vorgestellt, das weltweit zu einem sensationellen Erfolg wird. Die Verkaufszahlen überraschen sogar die Erwartungen der hauseigenen Manager. Im Jahr 1963 zeigt die Statistik unglaubliche Zahlen – jeder zehnte Wagen in den USA ist ein Chevrolet.
Bereits seit dem Jahr 1918 gehört die Marke zu General Motors.
Nachdem im neuen Jahrhundert ein dramatischer Einbruch bei den Verkaufszahlen zu verzeichnen war, übergab der amerikanische Konzern die Markenrechte an dem koreanischen Hersteller Daewoo. Alle Modelle von Daewoo werden nun auf dem europäischen Markt als Chevrolet vertrieben. Die Tradition soll aber nicht für immer sterben. Daewoo plant demnächst die Entwicklung von Chevrolet-Fahrzeuge, die das Star-Flair von Corvette wieder beleben sollen.