München, den 10. Juni (autaro) Fiat ist auf Einkaufstour. Nachdem der Zuschlag für Opel an Magna nebst Investoren ging, steigt Fiat nun bei der ehemaligen Daimler-Tochter Chrysler ein. Das Präsidialamt der US-amerikanischen Regierung ließ heute verlauten: “Wir sind glücklich, dass die Allianz zwischen Chrysler und Fiat nun realisiert werden kann”. Kurz zuvor hatte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten sein grünes Licht zu den Plänen gegeben.
Probleme hatte es zuvor gegeben, nachdem mehrere Klein- und Großaktionäre Chryslers, darunter drei Renten-Fonds, klage gegen den geplanten „Verkauf“ an Fiat eingereicht hatten. Fiat drohte daraufhin, die Verhandlungen platzen zu lassen. Der Oberste Gerichtshof beeilte sich daraufhin sichtlich mit seiner Bewertung der Situation. Experten sehen hierin auch ein gutes Stück mehr Rechtssicherheit für den geplanten Verkauf der General-Motors-Tochter Opel. Denn das Konzept, mittels dessen Chrysler schnell und möglichst ohne das laufende Geschäft zu beeinträchtigen, in neue Hände geht, ähnelt bis in einige Feinheiten dem Opel-Deal. Vermutlich noch heute, spätestens aber in den kommenden Tagen sollen die entsprechenden Verträge zur Unterzeichnung bereit liegen. (autaro)