München, den 15. Januar (autaro) Jedes Jahr, zur Automesse in Detroit, treffen sich Fachjournalisten aus den USA, aber auch aus vielen anderen Ländern, um das „Car of the Year“ zu wählen. Dass Fortschritt und Verbrauchsreduktion auch in der Welt der Fachjournalisten teilweise noch Fremdwörter sind, zeigt sich dieses Jahr wieder einmal deutlich.
Dass in den USA ein Umdenken begonnen hat und man kleinere und verbrauchsgünstigere Fahrzeuge mittlerweile zumindest entwickelt, sorgt auf unserer Seite des Atlantik für Beruhigung. Da mag es allerdings besonders verwundern, dass auf der Detroit Motor Show überwiegend große, spritfressende Fahrzeuge nach bisherigem amerikanischem Vorbild zum „Car of the Year“ gewählt wurden. So fuhr der neue Genesis, Hyundais einstieg in die Luxusklasse, die begehrte Trophäe nach Hause, ein Fahrzeug mit V6- und V8- Benzinern die bis zu 375 PS leisten. Immerhin kam in einer anderen Kategorie der Ford Flex auf Platz 2, der auch mit umweltfreundlichem Bio-Ethanol betrieben werden kann. Ebenfalls unter den Bestplatzierten befand sich der VW Jetta TDI, der in den USA mit einem NOx-Katalysator vertrieben wird und damit wirklich das Prädikat „Umweltfreundlich“ verdient. Das alte Bild bot sich hingegen wieder in der Truck-Sparte: hier bekamen den ersten und zweiten Preis der Ford F-150 bzw. der Dodge Ram und mit diesen wieder einmal Fahrzeuge, deren Kraftstoffverbrauch weit jenseits dessen liegt, was in der heutigen Zeit noch vernünftig gerechtfertigt werden kann. (autaro)