Lamborghini News - der Artikel
Lamborghini Gallardo Superleggera

München, den 14. März (autaro) Zugegeben, die autaro-Redaktion ist kein großer Fan von supersportlichen Autos. Das liegt nicht daran, dass wir ungern Super-Spaß auf der Autobahn haben, sondern vor allem daran, dass die sportlichen Monster unter den Autos alles andere als umweltfreundlich daher kommen. Während große und kleine Hersteller auf der ganzen Welt am lang ersehnten Elektromotor basteln, bringen die großen Sportauto-Hersteller nur noch riesige Spritschlucker auf den Markt. Doch jedes Modell des traditionsreichen Sportwagenherstellers Lamborghini ist ein wahres Automobil-Event, das angemessen viel Aufmerksamkeit verdingt. Auf dem Genfer Automobilsalon präsentieren die Italiener die jüngste Version des Lamborghini Gallardo – Gallardo Superleggera. Dabei handelt es sich – wie eigentlich bei allen Entwicklungen aus dem Hause Lamborghini – um ein Sportmodell der Extra-Klasse.

Superleggera
Auf Italienisch heißt Superleggera extra leicht und dieser Namenszusatz fasst das wesentliche am neuen Modell zusammen. Viele Unterschiede zwischen dem Vorgänger und dem aktuellen Gallardo sucht man vergebens. Insgesamt 70 Kilogramm zum Vorgänger und ganze 150 Kilogramm im Vergleich zum Ursprungsmodell hat der neue Lamborghini verloren. Das ist für einen Super-Sport-Wagen von entscheidender Bedeutung. Wie haben das die Italiener geschafft? Richtige Lamborghini-Fans wissen nur zu gut, dass der Hersteller seit Jahren seine Kompetenzen in Sachen Leichtbau entwickeln will. So kommt es auch zu dem aktuellen extra-leichten Gewicht des Gallardo. „Die Entdeckung des Polycarbonats“, so kann man die neue Phase in der Lamborghini-Geschichte nennen. Das leichte und sehr teure Material kommt bei verschiedenen Komponenten zum Einsatz – etwa beim Heckfenster, bei den Seitenscheiben sowie beim Fenster der Motorhaube. Aus Kohlefasern wurden wiederum die Heckflügel, der Diffusor sowie die Teile der Unterbodenverkleidung hergestellt. Das sind alles teure Materialien, die vor allem im Rennsport eine Anwendung finden. Lamborghini will sie aber auch in der Serienproduktion etablieren.

Der Motor
Die 70 Kilogramm würden nichts bedeuten, wenn nicht auch das Triebwerk entsprechend optimiert worden wäre. Unter der Haube brummt natürlich eine Maschine, die mit Abstand eine der besten Entwicklung in der heutigen Automobilwelt darstellt. Dank des leichten Gewichts hat eine Pferdestärke mit lediglich 2,35 Kilogramm zu kämpfen. Das Triebwerk ist ein Zehnzylinder-Mittelmotor mit Direkteinspritzung. Aus dem 5,2-Liter-großen Hubraum kommen satte 570 PS oder 419 KW. Ok, ok, wir wissen, dass sowohl Aston Martin als auch Ferrari stärkere Motoren in ihren Produktkatalogen haben, doch bedenken Sie eines – es gibt kaum bessere automobile Technik als jene mit dem Lamborghini-Emblem. Und die Parameter des neuen Gallardo beweisen es einmal mehr. 3,6 Sekunden braucht der Super-Sportler, um die Marke 100 zu überschreiten und für 200 km/h braucht das Modell 10,2 Sekunden. Die maximale Geschwindigkeit beträgt wiederum 325 km/h und das maximale Drehmoment von 540 Nm erreicht der neue Lamborghini bei 6.500 Touren.
Auch für die Umwelt-Puristen gibt es gute Nachrichten: Die italienischen Ingenieure haben es geschafft – der neue Gallardo kommt mit viel weniger Sprit als sein Vorgänger aus. Nur 13,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer braucht die neue Version, das ist ein Minus von ganzen 20,5 Prozent gegenüber dem älteren Modell.

Fazit
Der Lamborghini ist kein alltägliches Automobil. Das Wort „Langeweile“ hat irgendwie nichts im Wortschatz eines jeden Lamborghini-Besitzers verloren. Haben Sie sich schon mal gefragt, warum man so wenige Lamborghinis auf den Straßen sieht. Ganz einfach: Es liegt bei weitem nicht daran, dass die Marke wenig Umsatz macht. Mit einem Lamborghini fährt man nur sehr schwer durch schmale Städtestraßen und vor allem sieht ein Automobil der super-sportlichen Marke eher bieder neben einem MiNi und hinter einem Golf aus. Diese sportliche Exklusivität besitzt auch der neue Gallardo Superleggera. Die Italiener bleiben ihren Prinzipien treu und verringern sogar den Verbrauch – mehr kann man sich eigentlich nicht wünschen. (autaro)