Die Frau des französischen Präsidenten als Werbegesicht zu engagieren - das passiert ja nicht jeden Tag. Das energetische Esprit von Carla Bruni ziert die teuren und edel stilisierten Plakate, die die neuen Modelle des italienischen Herstellers Lancia der Öffentlichkeit präsentieren. An einem Tag ist sie beim königlichen Empfang in Buckingham Palace, an einem anderen bei der offiziellen Vorstellung des Lancia Musa – vielleicht etwas anstrengend für Bruni, dafür aber eine tolle Werbekampagne für Lancia. Die Marke gilt inzwischen seit mehr als 100 Jahren als Synonym für Eleganz, technische Innovation und höchste Qualität.
Die jüngste Geschichte der Marke wird von bösen Alpträumen heimgesucht. Anfang der 60er geriet der bis dahin höchst erfolgreiche Hersteller in eine tiefe Finanzkrise. Kurz vor der offiziellen Anmeldung des Konkurses wurden die Markenrechte von Fiat gekauft, dem heutigen Eignetümer von Lancia. Unter der neuen Schirmherrschaft konnte sich Lancia eher schleppend behaupten – vor allem auf dem internationalen europäischen Markt konnten sich die eleganten Modelle nur schwer gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.
Heute scheinen allerdings die schweren Zeiten Schnee von gestern zu sein. Als Teil des Vierer-Bundes, also gemeinsam mit Alfa Romeo, Fiat und Maseratti ist der Hersteller u.a. für die feinen, luxuriösen Modelle verantwortlich. Das frühere altmodische und hoch konservative Design der Limousinen aus den 60ern, 70ern und 80ern wurde von einer innovativen Stillinie ersetzt, die Kundenmassen weltweit anspricht und begeistert. Auch der neue Musa erfreut sich einer mehr als zufriedenstellenden Kundenresonanz und besticht mit hoher Qualität und extravagantem Design.