München, den 03. Mai (autaro) Die Firmengeschichte von MG (Morris Garages) hat durchaus kuriose Kapitel zu bieten, auf ein ständiges Auf und Ab folgte schließlich im Jahr 2005 der Verkauf an die chinesische Nanjing Automobile Group (NAC). Seither wurde es ruhig um die Traditionshersteller aus dem Königreich, bis 2007 wieder produziert wurde. Diesmal in China und auch nur für den chinesischen Markt. Seit 2008 laufen nun auch wieder wenige Exemplare des MG TF vom Band, handgefertigt im englischen Werk in Longbridge. Es hat sich insgesamt wenig geändert, allerdings kommt mittlerweile ein beträchtlicher Anteil der verbauten Teile aus China. Dieser Trend wird sich weiter Fortsetzen, zumal die NAC bereits emsig an ihrem Comeback auf dem europäischen Markt und später auch in den USA und Kanada arbeitet.
Der erste Wurf wird aller Voraussicht nach der Nachfolger des aktuellen MG TF werden. Die aufwendige Mittelmotor-Konstruktion soll wegfallen, dafür kommt ein Vierzylinder herkömmlicher Machart unter der künftig vorn angebrachten Motorhaube zum Einsatz. Als Basis wird der TF eine verkürzte Plattform des Rover bzw. MG 75 nutzen, die Preise sollen unterhalb der 20.000 Euro beginnen. Ob der neuerliche Versuch der Chinesen, auf dem alten Kontinent Fuß zu fassen, nach der grandiosen Pleite der Brilliance allerdings Erfolg haben wird, wird vor allem von der Qualität und den Crashtest-Werten abhängen. Letztere fielen beim Brilliance BS6 und damit dem ersten Importauto aus China derart verheerend aus, dass Fahrzeuge hierzulande per Einzelabnahme zugelassen werden mussten – das Kraftfahrtbundesamt verwehrte die Flottenzulassung. (autaro)