Archiv für die ‘Brilliance’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Mai 17th, 2010

München, den 17. Mai (autaro) Im Kino würde die zweite Episode wohl „Brilliance Reloaded“ oder so ähnlich heißen. Die chinesische Marke versucht einen zweiten Anlauf in Europa, nachdem der erste Importeur im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden musste. Diesmal nimmt Brilliance die Sache allerdings selbst in die Hand und gründete zu diesem Zwecke die Shenhua Europe GmbH mit Sitz in Ginsheim, nahe Frankfurt am Main. Die Gesellschaft übernimmt in einem ersten Schritt auch alle Aftersales-Aktivitäten und sorgt damit für Ersatzteile und die wenigen in Europa verkauften Brilliance-Modelle. Außerdem steht die Shenhua Europe GmbH für Garantieansprüche der Brilliance-Fahrer ein – ein wichtiger Schritt hinsichtlich der Vertrauensbildung in die chinesische Billigmarke. Die Geschäftsführung der Gesellschaft übernimmt Eberhard Niering, der vorher unter anderem bei SsangYong die Zügel in der Hand hatte.

Wie sich die Marke hierzulande etablieren wird, hängt allerdings nicht nur von der Importstrategie ab. Einer der wesentlichen Gründe für den schlechten Verkauf der Modelle Brilliance BS4 und BS6, in china unter den Namen “Zunchi” und “Junjie” vermarktet, waren die verheerenden Ergebnisse im Crashtest. Nur billig reicht in Europa eben nicht, zumal mit Dacia eine Alternative bereitsteht, die ebenfalls wenig Geld kostet, aber den hiesigen Sicherheitsanforderungen genügt. Wie es weiter geht, werden also voraussichtlich die Crashtests der nächsten Modelle zeigen. Es bestehen aber echte Chancen, die Chinesen lernen derzeit schnell dazu und dürften ihrem Ziel, Kooperationspartner BMW sei Dank, mit der nächsten Generation einen gehörigen Schritt näherkommen. (autaro)

 

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November 6th, 2009

München, den 06. November (autaro) Brilliance, einer der ersten chinesischen Fahrzeugbauer mit Export-Ambitionen nach Europa, scheint gescheitert. Fragt man in deutschen Fußgängerzonen nach der Marke aus dem Reich der Mitte, fallen die reaktionen stereotyp aus: entweder ist das Fabrikat komplett unbekannt oder die Menschen kommen im gleichen Satz noch auf die katastrophalen Ergebnisse beim Euro-Crashtest zu sprechen. So versaut man sich seinen Ruf, und zwar gründlich.

Ende Oktober wurde nun das Insolvenzverfahren gegen den europäischen Generalimporteur, HSO Motors aus Bremerhaven, eröffnet. Das Unternehmen, dessen Geschäftsführung der einstige Hyundai- und VW-Manager Hans-Ulrich Sachs innehatte, wird nun abgewickelt und wird keine weiteren Fahrzeuge importieren. Dabei hatte man sich in Bremerhaven richtig Mühe gegeben und ordentlich in die chinesische Marke investiert. So trat HSO unter anderem als Trikot-Sponsor für den Erstligisten Borussia Dortmund auf und leistete sich kostspielige Messeauftritte auf dem Genfer Automobilsalon und der Frankfurter IAA (Internationale Automobilausstellung). Das Kalkül, das hinter der ganzen Idee steckte, war klar: Preiskampf. Einen üppig ausgestatteten Brilliance BS4 und damit eine Mittelklasse-Limousine bekam man schon ab rund 16.000 Euro. Ein vergleichbarer VW Passat kostet beinah schon das Doppelte. Dass die Europäer aber bereits über Billig-Importe á la Dacia verfügen und in diese Marke auch ein hinreichendes Vertrauen haben, wurde von HSO unterschätzt. Als schließlich im Euro-Crashtest eine BS6-Limousine von Brilliance vor die Wand fuhr und dort dermaßen schlecht abschnitt, dass die Fahrzeuge künftig nur noch per Einzelabnahme zugelassen werden konnten, verpuffte auch das letzte Bisschen Neugierde bei der potentiellen Kundschaft.

Dass dies nun der letzter Versuch der chinesischen Marke war, ihre Produkte auch auf dem europäischen Markt zu verkaufen, darf bezweifelt werden. Sicher ist nur, dass billig allein noch nie so recht funktionieren wollte, schon gar nicht auf dem anspruchsvollen deutschen Automobilmarkt. (autaro)

 

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Oktober 30th, 2008

München, den 30. Oktober (autaro) Die Chinesen, die sich bisher vor Allem durch den Import europäischen Know-hows auf dem internationalen Automobilmarkt ins Gespräch gebracht haben, meinen es ernst. Noch diese Woche wollen sie den europäischen Markt bedienen, mit allerlei Hindernissen.

Schon mehrfach musste der chinesische Autohersteller Brilliance den Verkaufsstart seiner Modelle BS4 und BS6 auf dem europäischen Markt verschieben, zuletzt wegen des katastrophalen Abschneidens des Modells BS6 beim Euro-Crashtest. Doch allen Image-Schäden zum Trotz, zeigten die Chinesen auf dem Pariser Autosalon stolz ihr neues Modell, den BS4 und kündigten den Export nach Europa noch für 2008 zu absoluten Kampfpreisen an. Nun ist es soweit, der Verkauf soll in der letzten Oktoberwoche 2008 starten, los geht es ab 15.990 Euro – ein spärlicher ausgestatteter Mitsubishi Lancer kostet gute 4000 Euro mehr. Doch wieder tun sich die Chinesen mit den Europäischen Sicherheits-Standarts schwer, diesmal geht es um den Fußgängerschutz. Da der BS4 die vorgegebenen Anforderungen nicht erfüllt, bekommt er keine EG-Typengenehmigung für Gesamtfahrzeuge und kann daher nur per Einzelabnahme zugelassen werden, da die Einzelbetriebserlaubnis Crashprüfungen nicht zwingend erfordert. Chef-Importeur Hans-Ulrich Sachs rechnet dennoch mit 10.000 Verkauften Einheiten für das Jahr 2009. (autaro)

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