München, den 17. Mai (autaro) Im Kino würde die zweite Episode wohl „Brilliance Reloaded“ oder so ähnlich heißen. Die chinesische Marke versucht einen zweiten Anlauf in Europa, nachdem der erste Importeur im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden musste. Diesmal nimmt Brilliance die Sache allerdings selbst in die Hand und gründete zu diesem Zwecke die Shenhua Europe GmbH mit Sitz in Ginsheim, nahe Frankfurt am Main. Die Gesellschaft übernimmt in einem ersten Schritt auch alle Aftersales-Aktivitäten und sorgt damit für Ersatzteile und die wenigen in Europa verkauften Brilliance-Modelle. Außerdem steht die Shenhua Europe GmbH für Garantieansprüche der Brilliance-Fahrer ein – ein wichtiger Schritt hinsichtlich der Vertrauensbildung in die chinesische Billigmarke. Die Geschäftsführung der Gesellschaft übernimmt Eberhard Niering, der vorher unter anderem bei SsangYong die Zügel in der Hand hatte.
Wie sich die Marke hierzulande etablieren wird, hängt allerdings nicht nur von der Importstrategie ab. Einer der wesentlichen Gründe für den schlechten Verkauf der Modelle Brilliance BS4 und BS6, in china unter den Namen “Zunchi” und “Junjie” vermarktet, waren die verheerenden Ergebnisse im Crashtest. Nur billig reicht in Europa eben nicht, zumal mit Dacia eine Alternative bereitsteht, die ebenfalls wenig Geld kostet, aber den hiesigen Sicherheitsanforderungen genügt. Wie es weiter geht, werden also voraussichtlich die Crashtests der nächsten Modelle zeigen. Es bestehen aber echte Chancen, die Chinesen lernen derzeit schnell dazu und dürften ihrem Ziel, Kooperationspartner BMW sei Dank, mit der nächsten Generation einen gehörigen Schritt näherkommen. (autaro)

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