
München, den 06. Januar (autaro) Der amerikanische Riese General Motors (GM) ist dabei, sich neu zu positionieren. Dazu gehört auch, das Profil der zahlreichen unterschiedlichen Marken wie Opel und Cadillac, freilich aber auch von hierzulande kaum bekannten Marken wie zum Beispiel Buick zu schärfen oder neu zu formen. Buick war einer der ganz großen in den USA, konnte sich aber zuletzt kaum noch gegen die Konkurrenz aus Europa und Japan behaupten und wurde ein wenig zur „Spießermarke“ älterer Patrioten. Eine gewisse Nähe zur ursprünglich deutschen Marke hat derweil Tradition, bereits ab den 1950er-Jahren wurden Opel in den USA als Buick angeboten, darunter selbst der legendäre Opel GT.
So überrascht es kaum, dass der neue Buick Verano, der auf dem neuen Kontinent in den Startlöchern steht, eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Opel Astra aufweist. Mit diesem teilt er sich die Plattform sowie eine beträchtliche Zahl von Teilen. Deutlich sichtbar wird die Verwandtschaft beim Blick in den Innenraum, wo beispielsweise das gleiche Volant zum Einsatz kommt, an dem lediglich das Label getauscht wurde. Ansonsten kommt der Verano deutlich hochwertiger daher, denn er soll in erster Linie gegen Konkurrenten wie Lexus oder Audi Punkte machen. Sicherlich hat Buick aber auch den auf dem US-Markt höchst erfolgreichen Konkurrenten VW Jetta im Visier. Bestochen werden die Kunden mit umfangreicher Serienausstattung und feinen Zutaten wie reichlich Chrom, Leder oder Wurzelholzapplikationen. Zudem sollen sich die Ingenieure besondere Mühe bei der Schallisolierung gegeben haben, der Buick soll der leiseste Vertreter seiner Klasse sein. Auch die Sicherheitsausstattung verfügt über alles namhafte, darunter Traktionskontrolle, ESO und zehn Airbags.
Die Passagiere haben in der 4,60 Meter langen Limousine reichlich Platz und können dank 460 Litern Ladevolumen noch reichlich Gepäck einladen. Dagegen herrscht antriebsseitig zum Marktstart Eintönigkeit: allein ein 2,4 Liter großer Vierzylinder-Sauger sorgt von Anfang an für Forttrieb, leistet 177 PS und drückt 230 Newtonmeter auf die Antriebswelle. In Kombination mit der serienmäßigen Sechsstufenautomatik soll der Verano laut GM 7,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer verbrauchen. Bald folgen soll ein Zweiliter-Turbo, der deutlich mehr Dampf haben und weniger verbrauchen soll. Ab dem letzten Quartal wird der Verano in den USA angeboten, ein Export nach Europa ist noch nicht entschieden. Ebenso wenig wie der Preis. (autaro)

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