München, den 26. Oktober (autaro) Gerade fand in München zum ersten Mal die eCarTec, eine Messe rund um die Elektromobilität, statt. Danach ist eines klar: nämlich dass nichts klar ist. Wirklich neue Ideen hinsichtlich der Entwicklung des reinen Elektroflitzers wurde nicht präsentiert. Zwar gibt es Ansätze, wie das Projekt “Embedded Photovoltaics” von ESG beweist. Vorgestellt wurde mit dem „Hot-C“ ein Elektroauto, das mittels Solarzellen auf dem Dach auch besonders umweltfreundliche Sonnenenergie nutzt. Der Durchbruch auf dem Weltmarkt scheint aber noch in weiter Ferne zu liegen. Am weitesten gediehen schien eine Kooperation zwischen Pininfarina und Bolloré zu sein. Ob sich die geplante Markteinführung des schnittigen Viersitzers namens „Bluecar“ aber wirklich bis 2011 realisieren lässt, ist eher fraglich.
Für noch mehr Verwirrung sorgte der eigentliche Schwerpunkt der Messe. Der lag nämlich offensichtlich auf der Infrastruktur, die für eine flächendeckende Elektromobilität noch fehlt. Wohl gut die Hälfte aller Aussteller zeigte ihre Interpretation der optimalen „Zapfsäule“. Dabei reicht die Palette vom simplen Münzautomaten (Sie haben richtig gelesen!) über logistisch aufwendige Tauschsysteme für die gesamte Batterieeinheit bis hin zum Induktionsgerät, das Ihren Stromer kabellos mit Saft versorgt, wenn Sie ihn auf einer ausgewiesenen Fläche abstellen. Dieses System, das artverwandt auch die meisten handelsüblichen Elektro-Zahnbürsten mit Energie versorgt, hätte durchaus Potenzial. Doch müssten die Hersteller, die ihre Prototypen und Studien bislang mit konventionellen Ladebuchsen ausrüsten, diese Entwicklung freilich mittragen. Schon werden erste Rufe nach gemeinsamen Standards laut – richten wird’s letztlich bestimmt die EU. (autaro)




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