Archiv für die ‘Öko’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Dezember 27th, 2011

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(Foto: Kia)
München, den 27. Dezember 2011 (autaro) Auch der koreanische Hersteller Kia will künftig vom wachsenden Markt elektrisch betriebener Fahrzeuge profitieren. Daher bringen die Preisbrecher aus Fernost den Ray EV auf die Straßen, der zunächst nur im eigenen Land auf Kundenfang gehen wird. Ein späterer Export ist indes möglich, auch wenn das Design eindeutig nicht auf europäischen Geschmack getrimmt wurde. Optisch erinnert der Ray EV an Entwürfe a la Nissan Cube oder Pendants aus dem Hause Daihatsu, die ihre Käufer eben vornehmlich in Fernost finden.

Unter der kantigen Haube des Ray EV steckt ein 68 PS starker Elektromotor, der seine Energie aus einem Lithium-Ionen-Polymer-Akku (LiPoly) bezieht. Angetrieben werden die Vorderräder, die Batterien konnten platzsparend unter der Rückbank untergebracht werden. Die Fahrleistungen des kleinen Stromers reichen sicherlich aus, ohne dabei besondere Rücksicht auf große Leistung oder gar Fahrspaß zu nehmen. 15,9 Sekunden braucht der 1,2-Tonner für den Sprint von Tempo Null auf 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 Stundenkilometern – mehr darf ohnehin auf keiner Autobahn außerhalb Deutschlands gefahren werden. Interessantester Fakt bei E-Autos: die Reichweite. Diese liegt laut Kia bei 139 Kilometern, danach muss der Koreaner für sechs Stunden an die heimische Steckdose. Über einen Schnelllader soll sich die Ladezeit aber auf bis zu 25 Minuten verkürzen lassen.

Im Innern gibt sich der Ray EV unprätentiös, seine Antriebsquelle verrät er erst auf den zeiten Blick. Details wie das Navigationsdisplay, das über einen 7-Zoll-Farbbildschrim auch die Standorte der nächsten Ladestation anzeigt, erweisen sich als praktisch. Auch das Problem mit dem fehlenden Verbrennungsgeräusch des Motors hat Kia digital gelöst. Fährt der Kia langsamer als 20 Sachen oder rückwärts, erzeugt ein Sound-Emulator künstlich das Geräusch eines Benziners. Was der kantige Stromer in Korea kosten wird und ob es tatsächlich auch eine Version für Europa geben wird, kann mit Spannung erwartet werden. Unschlagbar günstig dürfte eine solche Version im täglichen unterhalt sein, denn die Kosten für Strom pro Kilometer liegen etwa bei einem Fünftel dessen, was für Benzin bezahlt werden muss. Ausgesprochen günstig kommen E-Autos auch bei der Kfz-Versicherung davon (hier können Sie vergleichen) und die Bundesregierung plant die Steuerbefreiung für ganze zehn Jahre ab Erstanmeldung. Höchste Zeit also, dass Bewegung in dieses Marktsegment kommt! (autaro)

 

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Dezember 22nd, 2011

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München, den 22. Dezember 2011 (autaro) Laut einem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums, der am 20. Dezember veröffentlicht wurde, werden Elektroautos künftig zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Damit ist der Entwurf Teil der ersten Umsetzungen des „Regierungsprogramms Elektromobilität, dessen Ziel es ist, “kraftfahrzeugsteuerlichen Anreiz zur Anschaffung eines umweltfreundlichen Elektrofahrzeuges zu verstärken”. Bislang waren Stromer für maximal fünf Jahre von der Steuer befreit. In den Genuss der Steuerfreiheit sollen dem Entwurf nach all jene kommen, die ein E-Auto in der Zeit vom 18. Mai 2011 bis einschließlich 31. Dezember 2015 als Neuwagen zulassen. Nach Ablauf der Steuerbefreiung ist die Besteuerung nach dem zulässigen Gesamtgewicht vorgesehen, abermals mit einer Ermäßigung um 50 Prozent. Damit ist das Elektroauto mit Blick auf die laufenden Kilometer-Kosten rein rechnerisch nicht zu schlagen. Bereits die Betriebskosten für Strom kosten nur gut ein Fünftel dessen, was in einen vergleichbaren Benziner investiert werden muss, zudem fällt die Kfz-Versicherung deutlich günstiger aus (hier können Sie vergleichen). Allein der Anschaffungspreis ist in den meisten Fällen deutlich höher einzukalkulieren.

Zudem sieht die Bundesregierungen Änderungen für den Nutz- und Lastverkehr vor. Bislang ist geplant, die Regelung uneingeschränkt auch auf Liefer- und Lastwagen auszuweiten, zudem auf den gewerblichen Personenverkehr. Ein großer Streitpunkt ist dagegen noch die Besteuerung von Dienstwagen mit Elektromotor.

Ob die Bundesregierung ihr erklärtes Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen, erreichen wird, hängt nun maßgeblich auch von den Herstellern ab. Deren Preisgestaltung wiederum orientiert sich auch an der Nachfrage, die bei hohen Anschaffungspreisen nur verhalten ansteigt. Viele Hersteller erwarten daher auch direkte Subventionen aus dem Staatssäckel, was mit Blick auf die guten Gewinne der Autohersteller bei weiten Teilen der Politik jedoch noch auf Ablehnung stößt. (autaro)

 

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Dezember 21st, 2011

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(Foto: Ford)
München, den 21. Dezember 2011 (autaro) Allmählich gewinnt die Elektromobilität an Fahrt, wenn auch nur allmählich. So will künftig auch Ford am Markt emissionsfreier Fahrzeuge partizipieren, den Anfang macht der kompakte Focus. In den USA ist die Produktion des Ford Focus Electric bereits angelaufen, nach Europa soll der Stromer Ende 2012 kommen. Produktionsort: Saarlouis in Deutschland, im Sommer soll es losgehen. Dabei schweigt sich Ford zu den Preisen noch aus, insbesondere über den deutschen Listenpreis kann bislang nur spekuliert werden. Erwartet werden Preise zwischen 30.000 und 40.000 Euro, womit sich der Focus Electric klar unterhalb der 42.900 Euro bewegen wird, die für einen Opel Ampera fällig werden.

Nahezu unschlagbar dürfte sich der Focus außerdem mit Blick auf die laufenden Kosten geben. Neben den niedrigen Kilometerkosten für Strom muss der Fahrer keine weiteren Kosten für die Kfz-Steuer einplanen. Außerdem bewegen sich Stromer bei der Einstufung zur Kfz-Versicherung im untersten Feld, meist unabhängig von der Schadensfreiheitsklasse (hier können Sie vergleichen).

Technisch hat Ford klar die etablierte Konkurrenz im Blick, die Bislang Reichweiten zwischen 150 und 200 Kilometern rein elektrisch bestreitet. Der bereits erwähnte Ampera von Opel bildet hier dank seines benzingetriebenen Generator eine Ausnahme, vergleichbare Angebote aus dem Hause Mitsubishi oder Peugeot bieten weniger Platz und Komfort. Ford verbaut eine 23 Kilowattstunden-Lithium-Ionen-Batterie, die je nach Fahrweise und Anforderung für gut 160 Kilometer Reichweite ausreichen soll. Die Höchstgeschwindigkeit ist der Reichweite zuliebe auf 135 km/h begrenzt, für den Sprint auf Tempo 100 erwarten wir Werte von rund 10 Sekunden. Ein ebenfalls entscheidender Faktor ist die Ladezeit. Ohne Schnellladegerät muss der Focus für einen vollständigen Ladezyklus sechs Stunden an die heimische Steckdose – am besten übernacht oder während der Arbeitszeit. (autaro)

 

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Dezember 20th, 2011

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(Foto: Karabag)
München, den 20. Dezember 2011 (autaro) Für all jene, die noch ein Weihnachtsgeschenk suchen und ihr Budget auf 20.000 Euro limitiert haben, kommt gute Nachricht aus dem Hause Karabag. Denn das Hamburger Unternehmen offeriert erstmals in Deutschland ein Elektroauto für unter 20.000 Euro. Exakt 19.900 Euro kostet der Karabag 500e und kommt modisch Verpackt in das Äußere des Retroflitzers 500 aus dem Hause Fiat. Auch im Innern ist er praktisch baugleich mit dem chicen Italiener, was ihn also uneingeschränkt alltagstauglich und zur echten Alternative im Stadtverkehr macht. Gut, in der zweiten Reihe geht es naturgemäß beengt zu und auch der Kofferraum ist nicht für den Weihnachtsbaum-Kauf geeignet. Dafür passt der Kleine in die meisten Parklücken und lässt sich mit reichlich Extras ausstaffieren.

Ein Blick ins Datenblatt verrät, dass sich die Hamburger auf das Wesentliche verständigt haben. Beschleunigungsorgien sind dem 500er ebenso fremd wie ausgedehnte Rauschzustände im Hochgeschwindigkeitsbereich. Die Höchstgeschwindigkeit ist der Kapazität zuliebe auf 105 Stundenkilometer beschränkt. Die Beschleunigung von Null auf Tempo 100 vollzieht sich inb über 20 Sekunden, sie fühlt sich aber de facto recht ordentlich an. Besonders beeindruckend ist die elektrotypische Geräuschkulisse. Außer den Geräuschen der Reifen auf dem Asphalt lässt sich allein ein leises Summen vernehmen, außerdem geht es ohne Zugkraftunterbrechung voran, da der Stromer kein Getriebe braucht. Die Stunde der Wahrheit aber schlägt beim Verbrauch und den damit verbundenen Kosten. Und hier kauft dem Stromer keiner den Schneid ab. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von rund 13 Kilowattstunden auf 100 Kilometer (im Stadtverkehr!) kommt man auf rund 2,80 Euro. Ein vergleichbarer Benziner kostet mehr als das Vierfache. Zudem sind im Preis Wartung und Reparaturen eingeschlossen und die Kfz-Versicherung bewegt sich auf Einsteigertarif-Niveau, unabhängig von der Schadensfreiheitsklasse. Kfz-Steuern fallen gar nicht erst an. (autaro)

 

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November 29th, 2011

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(Foto: Nissan)
München, den 29. November 2011 (autaro) 36.990 Euro wird der Nissan Leaf in Detuschland kosten, ab April 2012 steht er bei zunächst 18 deutschen Händlern im Verkaufsraum. Kein Schnäppchen, zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick und insbesondere im Vergleich zur Konkurrenz zeichnet sich ein anderes Bild: Stromer wie der Mitsubishi i-MiEV kosten allenfalls rund 2.500 Euro weniger, bei deutlich weniger Platz und einem insgesamt viel puristischeren Fahrzeugkonzept. Und der zweite Hauptkonkurrent vom Schlage eine Chevrolet Volt oder des baugleichen Opel Ampera kosten gleich über 40.000 Euro und sind mit einer rein elektrisch bestrittenen Reichweite von 80 Kilometern keine echte Alternative. Und dann ist da noch, typisch Nissan, die Ausstattung. Im Leaf ist praktisch alles serienmäßig, vom Touchscreen-Navi (das übrigens auch die nächste Strom-Zapfsäule ortet) über die Klimaautomatik bis hin zur Rückfahrkamera. Allein ein Winterpaket gibt es als Option, darin enthalten sind so feine Dinge wie Sitzheizung und beheiztes Lenkrad, außerdem als Extra verfügbar: ein Dachspoiler mit Photovoltaikzellen, der das Bordnetz des Leaf unterstützt.

Die Reichweite des Leaf gibt Nissan mit 175 Kilometern an, was für über 80 Prozent aller Fahrten eines Mitteleuropäers ausreicht. Geladen wird entweder herkömmlicher Wechselstrom mit 220 Volt Spannung aus der Steckdose, dann dauert ein Ladezyklus acht Stunden. Deutlich schneller, nämlich in einer knappen halben Stunde, geht es mit einem 50-kW-Gleichstromanschluss. Ein besonderes Gimmik bietet der Leaf in Verbindung mit einem Smartphone. Über dieses kann der Fahrer aus der Ferne beispielsweise Ladevorgänge programmieren oder vor dem Losfahren die Klimaanlage oder die Heizung einschalten.

Viel Elektroauto also für den Preis von 36.990 Euro, zumal beim Blick auf den Alltagsnutzwert. Der Leaf ist ein ausgewachsener Kompakter, der jeden nur erdenklichen Komfort bei klassenüblichem Platzangebot liefert. Gespannt sind wir noch auch die Reichweite im Winter, wenn die Akkus unter niedrigen Temperaturen leiden und zusätzliche Verbraucher wie die Heizung Reichweite fressen. Der Rest wirkt ausgewachsen und durchdacht, die Kosten für die Kfz-Versicherung liegen im unteren Feld (hier können Sie vergleichen) und bei der Kfz-Steuer ist der Leaf vorerst befreit. (autaro)

 

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November 17th, 2011

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(Foto: Audi)
München, den 17. November 2011 (autaro) Zwar gibt es noch keine verlässlichen Informationen darüber, ob und wann das Konzept tatsächlich in Serie geht. Die Chancen, dass Audi ein lange in Vergessenheit geratenes Motorenkonzept wiederbelebt, stehen allerdings nicht schlecht: den Wankelmotor. Schließlich blickt Audi auf eine gewisse Tradition in der Fertigung des damals revolutionären Rotationskolben-Motors zurück und hält noch immer teilweise das Patent. Im NSU Ro80 kam der Wankel zu kurzem Ruhm, schließlich musste das durch und durch revolutionäre Fahrzeug aus Kostengründen leider eingestellt werden. Ansonsten haben sich bislang nur Mercedes und Mazda weiter dem Wankelmotor gewidmet, als einziger fertigt Mazda den RX-8 und damit einen Kreiskolben-Sportwagen in Serie. Wenn nichts gravierendes mehr dazwischen kommt, so Audi-Projektleiter Dietrich Engelhart, “dann könnte im Jahr 2013 der Verkauf beginnen.”

Das Grundkonzept im Audi A1 E-Tron mit Range Extender ist nicht neu. Opel baut mit dem Ampera bereits in Serie einen Stromer, der bei Bedarf Unterstützung durch einen Verbrennungsmotor erhält. Allerdings tut im Ampera ein konventioneller Vierzylinder seinen Dienst als Generator, im Audi ist ein besonders kleiner und leichter Wankelmotor vorgesehen. Um den Antrieb kümmert sich allerdings grundsätzlich ein Elektromotr, erst wenn die 12 kWh leistende Batterie nach ca. 50 Kilometern rein elektrischer Fahrt die Grätsche macht, springt der Wankel hinzu und lädt nach. Dabei ist das geringe Gewicht des Wankelmotors, ebenso wie seine kompakten Maße der entscheidende Vorteil. Gerade einmal 65 Kilogramm zusätzlich bringt der Komplette Zusatzstrang auf die Waage, inklusive Motor, Generator, Abgasanlage und Kühlung – eine kleine Sensation. Zudem will Engelhart die alten Laster des Wankelmotor in den Griff bekommen wissen. Insbesondere dem Ro80 machten hoher Verschleiß, ein ungesittetes Trinkverhalten und Ölverbrauch zu schaffen. Da der Generator aber mit praktisch gleichbleibender Drehzahl vor sich hinsummt, sind all diese Punkte kein echtes Problem mehr. Und einen weiteren Vorteil hat das Konzept: im Gegensatz zum Hubkolbenmotor, wie er in praktisch allen Benzinern oder Diesel-Motoren anzuteffen ist, läuft der Wankel sensationell leise und vibrationsarm. Die Insassen bemerken praktisch nichts davon, wenn der Generator mitläuft und können sich am höllischen Drehmoment sowie am lautlosen Lauf des Stromers berauschen.

Das gesamte Konzept bietet also eigentlich nur Vorteile. Wenn nicht ein recht üppiger Anschaffungspreis erwartet werden dürfte (schon ein Basis-A1 kostet mehr als die meisten anderen Kleinwagen), könnte der A1 E-Tron das Zeug zum Weltauto haben. Mit einer Reichweite von gut 250 Kilometern und einem Durchschnittsverbrauch von 1,9 Litern Benzin pro 100 Kilometer ist der Audi für umweltfreundliches Reisen prädestiniert. Und für Fahrten unterhalb der 50-Kilometer-Grenze, wie sie im Alltag überwiegend stattfinden, fällt kein Gramm CO2 an. Zudem kostet das Konzept zunächst keine Kfz-Steuer und auch die Kfz-Versicherung erwartet eine günstige Einstufung, was grundsätzlich für alle Stromer gilt (hier können Sie vergleichen). (autaro)

 

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Oktober 19th, 2011

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München, den 19. Oktober 2011 (autaro) Geht es um den Flottenverbrauch oder um den Durchschnittsverbrauch einzelner Modelle, ist BMW so etwas wie der heimliche Vorreiter in der Autobranche. Unter dem Anglizismus Efficient Dynamics haben die Münchener als erste begonnen, ihre Modellpalette konsequent auf Effizienz zu trimmen, noch bevor die Preise für Benzin und Diesel im Rahmen der letzten Wirtschaftskrise durch die Decke schossen. Seither geht die Abmagerungskur weiter – und offensichtlich durch alle Modellfamilien.

So bekommt künftig auch die obere Mittelklasse, namentlich der BMW 5er neue Vierzylinder-Motoren, auch wenn Sechs- und Achtzylinder weiterhin verfügbar sind. Die bislang erhältlichen Reihensechszylinder-Benziner mit drei Liter Hubraum in Gestalt des 523i und 528i fallen aus dem Programm, stattdessen kommen der 520i und 528i mit aufgeladenen Vierzylinder-Benzinern. Diese schöpfen aus zwei Litern Hubraum 184 PS oder 245 PS und verbrauchen laut BMW nur noch 6,4 bis 7 Liter im Falle des 520i bzw. 6,5 bis 7,1 Liter im Falle des 528i. Außerdem spart der Fahrer dank des kleineren Hubraums etliche Euro Kfz-Steuer im Jahr, ob sich der 5er künftig bei der Typklasse der Kfz-Versicherung anders positionieren wird, muss hingegen abgewartet werden (hier können Sie alle Modelle vergleichen). Wirklich eingefleischte Fans der legendären Reihensechszylinder aus München müssen hingegen auch künftig keinen Verzicht üben. Ein neuer Benzin-Direkteinspritzer mit 272 PS und drei Litern Hubraum sorgt im 530i bei ebenfalls ordentlichem Durchschnittsverbrauch für standesgemäße Fahrleistungen. 7,4 bis 7,8 Liter Benzin fließen laut BMW durch die sechs Brennkammern des 530i und sorgen für den typischen, turbinenartigen Lauf, den Kenner so an den Reihensechsern aus Bayern schätzen. Schließlich gibt es noch eine Neuigkeit für all jene, die zwar lieber einen 5er Touring fahren, dabei aber nicht auf das Bollern eines V8 verzichten wollen. Der 550i mit 407 Biturbo-PS ist küpnftig auch als Kombi lieferbar, sprintet in 5,1 Sekunden von Null auf Tempo 100 und verbraucht laut BMW auf 100 Kilometer 10,7 Liter Super.

Neben dem sparsamten Fünfer, dem 520d Efficient Dynamics Edition kommt bei den Selbstzündern noch ein weiterer Vierzylinder zum Einsatz. Der 525d ersetzt den bisherigen Dreiliter-Sechszylinder und schöpft aus nun vier Zylindern und zwei Litern Hubraum beachtliche 218 PS. Ebenfalls imposant erscheint das maximale Drehmoment von 450 Newtonmetern – der Sprint aus dem Stand auf 100 Sachen passiert in sieben Sekunden, den Verbrauch geben die Baxern mit 4,8 bis 5,3 Liter Diesel je 100 Kilometer an. (autaro)

 

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Oktober 14th, 2011

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(Foto: Daimler)
München, den 14. Oktober 2011 (autaro) Mit Winfried Kretschmann stellen die Grünen in Baden-Württemberg erstmals einen Ministerpräsidenten, seit bestehen der Partei. Da passt es irgendwie nicht ins Bild, dass der umweltbewusste Landesvater in einer Langversion eines Mercedes S600 unterwegs ist, durch deren zwölf Brennkammern gerne auch einmal zwanzig Liter Liter Super oder mehr sickern – auf 100 Kilometer. Doch: die Sprit fressende Luxuslimousine stammt noch von Kretschmanns Vorgänger Stefan Mappus (CDU), dessen rückschrittliche Denke in Sachen Umweltbewusstsein und Klimaschutz durchaus auch durch die Wahl des Dienstwagens zum Ausdruck kommt.

Kretschmann selbst will die Anzahl umweltfreundlicher Hybrid- und Elektrofahrzeuge auch in der staatlichen Flotte des Landes deutlich erhöhen. Daher haben er und Landesverkehrsminister Winfried Hermann in dieser Woche zwei weitere Mercedes-Benz A-Klasse E-CELL für den Fuhrpark des Landes in Empfang genommen. Nicht nur das Vorantreiben der Entwicklung der neuen Technologie steht dabei im Vordergrund. Auch könnte ein größerer Anteil an alternativ getriebenen Fahrzeugen längerfristig helfen, die Kosten für das Land zu reduzieren. Denn von der Kfz-Steuer einmal abgesehen, die für E-Fahrzeuge zunächst komplett entfällt, werden diese auch von der Kfz-Versicherung in den meisten Fällen sehr wohlwollend eingestuft (hier geht’s zum Vergleich). Und schließlich kostet ein gefahrener Kilometer in einem Stromer nur etwa ein Zehntel dessen, was für Brennstoff in einem herkömmlichen Automobil angelegt werden muss. Und insbesonere im ständigen Stopp and Go des Großstadtverkehrs ist der Wirkungsgrad von Elektroautos ungleich höher als der von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, bei denen etwa 70 Prozent der verbrannten Energie die Umwelt heizen.

Dr. Thomas Weber, im Vorstand der Daimler AG zuständig für Konzernforschung und Leiter Mercedes-Benz Cars Entwicklung, übergab heute die Fahrzeuge im Staatsministerium. „Wir freuen uns, dass die Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung künftig mit unseren besonders umweltverträglichen Elektroautos unterwegs sein werden. Das zeigt, dass sich die Politik nicht nur auf Bundes-, sondern auch auf Landesebene dafür einsetzt, das Thema Elektromobilität nach vorne zu bringen“. Neben den nun in Dienst gestellten beiden A-Klassen tun bereits mehrere B-Klasse F-Cell und Smart ForTwo Electric Drive ihren Dienst im Ländle. (autaro)

 

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Oktober 12th, 2011

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(Foto: Daimler AG)
München, den 12. Oktober 2011 (autaro) Mercedes ist im Begriff, die Trinksitten seiner Flotte auf Vordermann zu bringen. Mit verblüffendem Erfolg. Bestes Beispiel ist der 250er Diesel, der aus 2,2 Litern Hubraum 204 PS und 500 Nm schöpft und mit seinen vier Zylindern nun sogar die S-Klasse (6,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer) und die große M-Klasse (7,7 Diesel durchschnittlich) auf Trab bringt und die Dickschiffe zu echten Sparmeistern macht. Da ist es nur konsequent, dass der sparsame Ehrgeiz auch vor der hauseigenen Edelschmiede AMG nicht halt macht und den high performance Boliden aus Affalterbach das Sparen beibringt. Als erstes radikales Beispiel kommt der neue SLK 55 AMG daher, der nun aus 5,5 Litern Hubraum 422 PS schöpft und ein maximales Drehmoment von 540 Nm auf die Kurbelwelle drückt. Damit sprintet der offene Zweisitzer binnen 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und setzt dem Spaß erst bei elektronisch abgeregelten 250 Sachen ein Ende.

Die Kehrseite der Medaille: trotzdem der Zweisitzer mit Metallklappdach keineswegs als Leichtgewicht bezeichnet werden kann (alleine der gewaltige V8 wiegt 187 Kilogramm) verbraucht er im Drittelmix nur 8,4 Liter Super auf 100 Kilometer. Damit bläst der Roadster 195 Gramm CO2 pro Kilometer in Luft, was angesichts der Fahrleistungen durchaus in Ordnung geht. Um sie Spitzenleistung mit adäquaten Verbrauchswerten zu kombinieren, griffen die Ingenieure tief in die Trickkiste. Der neue Achtzylinder verfügt über Benzin-Direkteinspritzung mit 200 bar Druck und strahlgeführter Verbrennung mit Piezo-Injektoren. Außerdem über Kennfeld gesteuerte Zylinderabschaltung, , Vierventiltechnik mit kontinuierlicher Nockenwellenverstellung, eine Verdichtung von 12,6 : 1, Stopp-Start-System und Generatormanagement – und erreicht dabei Maximaldrehzahlen von über 7000 Umdrehungen.

Von der Zylinderabschaltung bekommt der Fahrer im Alltag ebenso wenig mit wie von den anderen Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion. Wird im Teillastbereich gefahren, läuft der SLK 55 AMG nur auf vier Zylindern, fordert der Fahrer Leistung, schalten sich in Bruchteilen einer Sekunde die anderen Brennkammern hinzu. Neben den im vergleich zum Vorgänger deutlich gesunkenen Kraftstoffkosten gefällt der Neue durch eine günstigere Kfz-Steuer. Die Kfz-Versicherung bewegt sich in etwa auf dem bekannten Niveau, auch die Beiträge zur Kasko-Versicherung sollten sich im gleichen Feld einpendeln (hier können Sie umfassend vergleichen). Fazit: einen derartigen Fahrspaß bei gleichzeitig ruhigem Umweltgewissen hatte man bislang noch in keinem Mercedes. Wenn die Schwaben so weitermachen, hat der Verbrennungsmotor vielleicht doch noch eine Zukunft. (autaro)

 

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Oktober 4th, 2011

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München, den 04. Oktober 2011 (autaro) Wie sich die Zeiten ändern, sieht man unter anderem an folgendem Beispiel: kaufte man vor rund 20 Jahren einen BMW M5 und damit sozusagen die sportliche Referenz in der Oberklasse, bekam man 340 PS. Das war damals eine kleine Sensation, zumal fünf Personen bequem Platz fanden und und mit abgeregelten 250 Sachen durch die Gemarkungen fliegen konnten. Der Durchschnittsverbrauch? Irgendwas jenseits der zehn Liter auf 100 Kilometer – damals durchaus konkurrenzfähig und keineswegs besonders durstig. Und heute? Ein M5 hat mittlerweile 560 PS, fährt abgeregelt über 300 Sachen und verbraucht noch immer in etwa das Gleiche wie der 340-PSler von 1992.

Nun bringt BMW wieder einen Fünfer mit 340 PS Systemleistung. Und der Verbrauch? 6,4 Liter pro 100 Kilometer, zumindest bei montierten Spritspar-Reifen. Das Zauberwort heißt wie so oft Hybrid. Beim ActiveHybrid 5 kommt der bekannte 306-PS-Reihensechser mit drei Litern Hubraum zum Einsatz und bekommt Unterstützung durch einen 55-PS-Stromer. Als sogenannter Vollhybrid kann der 5er damit bis zu vier Kilometer und bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h rein elektrisch und nahezu lautlos fahren. Damit ist das Kraftpaket aus München die schnellste Vollhybrid-Limousine der Welt. Der Clou ist das besonders effiziente Energiemanagement des Bayern, das auch bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h noch das sogenannte Segeln zulässt. Segeln bedeutet, dass der Benziner abschaltet und von der Antriebswelle abgekoppelt wird, gleichzeitig aber Nebenaggregate wie der Bremszylinder am Leben gehalten werden. In Kombination mit der besonders effizienten Achtstufen-Automatik und einer optimierten Aerodynamik ist BMW hier fast die Quadratur des Kreises gelungen. 5,9 Sekunden braucht der Sparmeister aus dem Stand auf Tempo 100 und Schluss ist, wie auch beim M5 von 1992, erst bei abgeregelten 250 Sachen.

Derart schnell bei einer solchen Umweltverträglichkeit war man bislang in einem Auto nicht unterwegs. All das dürfte seinen Preis haben – den verraten die Münchener noch nicht. Dass auch die Kfz-Versicherung bezahlt und ein gewisser Wertverlust ausgeglichen werden will, kann durch den geringen Verbrauch sicherlich nur teilweise wieder ausgeglichen werden. (autaro)

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