Archiv für die ‘Elektro’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Dezember 27th, 2011

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(Foto: Kia)
München, den 27. Dezember 2011 (autaro) Auch der koreanische Hersteller Kia will künftig vom wachsenden Markt elektrisch betriebener Fahrzeuge profitieren. Daher bringen die Preisbrecher aus Fernost den Ray EV auf die Straßen, der zunächst nur im eigenen Land auf Kundenfang gehen wird. Ein späterer Export ist indes möglich, auch wenn das Design eindeutig nicht auf europäischen Geschmack getrimmt wurde. Optisch erinnert der Ray EV an Entwürfe a la Nissan Cube oder Pendants aus dem Hause Daihatsu, die ihre Käufer eben vornehmlich in Fernost finden.

Unter der kantigen Haube des Ray EV steckt ein 68 PS starker Elektromotor, der seine Energie aus einem Lithium-Ionen-Polymer-Akku (LiPoly) bezieht. Angetrieben werden die Vorderräder, die Batterien konnten platzsparend unter der Rückbank untergebracht werden. Die Fahrleistungen des kleinen Stromers reichen sicherlich aus, ohne dabei besondere Rücksicht auf große Leistung oder gar Fahrspaß zu nehmen. 15,9 Sekunden braucht der 1,2-Tonner für den Sprint von Tempo Null auf 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 Stundenkilometern – mehr darf ohnehin auf keiner Autobahn außerhalb Deutschlands gefahren werden. Interessantester Fakt bei E-Autos: die Reichweite. Diese liegt laut Kia bei 139 Kilometern, danach muss der Koreaner für sechs Stunden an die heimische Steckdose. Über einen Schnelllader soll sich die Ladezeit aber auf bis zu 25 Minuten verkürzen lassen.

Im Innern gibt sich der Ray EV unprätentiös, seine Antriebsquelle verrät er erst auf den zeiten Blick. Details wie das Navigationsdisplay, das über einen 7-Zoll-Farbbildschrim auch die Standorte der nächsten Ladestation anzeigt, erweisen sich als praktisch. Auch das Problem mit dem fehlenden Verbrennungsgeräusch des Motors hat Kia digital gelöst. Fährt der Kia langsamer als 20 Sachen oder rückwärts, erzeugt ein Sound-Emulator künstlich das Geräusch eines Benziners. Was der kantige Stromer in Korea kosten wird und ob es tatsächlich auch eine Version für Europa geben wird, kann mit Spannung erwartet werden. Unschlagbar günstig dürfte eine solche Version im täglichen unterhalt sein, denn die Kosten für Strom pro Kilometer liegen etwa bei einem Fünftel dessen, was für Benzin bezahlt werden muss. Ausgesprochen günstig kommen E-Autos auch bei der Kfz-Versicherung davon (hier können Sie vergleichen) und die Bundesregierung plant die Steuerbefreiung für ganze zehn Jahre ab Erstanmeldung. Höchste Zeit also, dass Bewegung in dieses Marktsegment kommt! (autaro)

 

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Dezember 22nd, 2011

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München, den 22. Dezember 2011 (autaro) Laut einem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums, der am 20. Dezember veröffentlicht wurde, werden Elektroautos künftig zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Damit ist der Entwurf Teil der ersten Umsetzungen des „Regierungsprogramms Elektromobilität, dessen Ziel es ist, “kraftfahrzeugsteuerlichen Anreiz zur Anschaffung eines umweltfreundlichen Elektrofahrzeuges zu verstärken”. Bislang waren Stromer für maximal fünf Jahre von der Steuer befreit. In den Genuss der Steuerfreiheit sollen dem Entwurf nach all jene kommen, die ein E-Auto in der Zeit vom 18. Mai 2011 bis einschließlich 31. Dezember 2015 als Neuwagen zulassen. Nach Ablauf der Steuerbefreiung ist die Besteuerung nach dem zulässigen Gesamtgewicht vorgesehen, abermals mit einer Ermäßigung um 50 Prozent. Damit ist das Elektroauto mit Blick auf die laufenden Kilometer-Kosten rein rechnerisch nicht zu schlagen. Bereits die Betriebskosten für Strom kosten nur gut ein Fünftel dessen, was in einen vergleichbaren Benziner investiert werden muss, zudem fällt die Kfz-Versicherung deutlich günstiger aus (hier können Sie vergleichen). Allein der Anschaffungspreis ist in den meisten Fällen deutlich höher einzukalkulieren.

Zudem sieht die Bundesregierungen Änderungen für den Nutz- und Lastverkehr vor. Bislang ist geplant, die Regelung uneingeschränkt auch auf Liefer- und Lastwagen auszuweiten, zudem auf den gewerblichen Personenverkehr. Ein großer Streitpunkt ist dagegen noch die Besteuerung von Dienstwagen mit Elektromotor.

Ob die Bundesregierung ihr erklärtes Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen, erreichen wird, hängt nun maßgeblich auch von den Herstellern ab. Deren Preisgestaltung wiederum orientiert sich auch an der Nachfrage, die bei hohen Anschaffungspreisen nur verhalten ansteigt. Viele Hersteller erwarten daher auch direkte Subventionen aus dem Staatssäckel, was mit Blick auf die guten Gewinne der Autohersteller bei weiten Teilen der Politik jedoch noch auf Ablehnung stößt. (autaro)

 

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Dezember 21st, 2011

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(Foto: Ford)
München, den 21. Dezember 2011 (autaro) Allmählich gewinnt die Elektromobilität an Fahrt, wenn auch nur allmählich. So will künftig auch Ford am Markt emissionsfreier Fahrzeuge partizipieren, den Anfang macht der kompakte Focus. In den USA ist die Produktion des Ford Focus Electric bereits angelaufen, nach Europa soll der Stromer Ende 2012 kommen. Produktionsort: Saarlouis in Deutschland, im Sommer soll es losgehen. Dabei schweigt sich Ford zu den Preisen noch aus, insbesondere über den deutschen Listenpreis kann bislang nur spekuliert werden. Erwartet werden Preise zwischen 30.000 und 40.000 Euro, womit sich der Focus Electric klar unterhalb der 42.900 Euro bewegen wird, die für einen Opel Ampera fällig werden.

Nahezu unschlagbar dürfte sich der Focus außerdem mit Blick auf die laufenden Kosten geben. Neben den niedrigen Kilometerkosten für Strom muss der Fahrer keine weiteren Kosten für die Kfz-Steuer einplanen. Außerdem bewegen sich Stromer bei der Einstufung zur Kfz-Versicherung im untersten Feld, meist unabhängig von der Schadensfreiheitsklasse (hier können Sie vergleichen).

Technisch hat Ford klar die etablierte Konkurrenz im Blick, die Bislang Reichweiten zwischen 150 und 200 Kilometern rein elektrisch bestreitet. Der bereits erwähnte Ampera von Opel bildet hier dank seines benzingetriebenen Generator eine Ausnahme, vergleichbare Angebote aus dem Hause Mitsubishi oder Peugeot bieten weniger Platz und Komfort. Ford verbaut eine 23 Kilowattstunden-Lithium-Ionen-Batterie, die je nach Fahrweise und Anforderung für gut 160 Kilometer Reichweite ausreichen soll. Die Höchstgeschwindigkeit ist der Reichweite zuliebe auf 135 km/h begrenzt, für den Sprint auf Tempo 100 erwarten wir Werte von rund 10 Sekunden. Ein ebenfalls entscheidender Faktor ist die Ladezeit. Ohne Schnellladegerät muss der Focus für einen vollständigen Ladezyklus sechs Stunden an die heimische Steckdose – am besten übernacht oder während der Arbeitszeit. (autaro)

 

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Dezember 20th, 2011

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(Foto: Karabag)
München, den 20. Dezember 2011 (autaro) Für all jene, die noch ein Weihnachtsgeschenk suchen und ihr Budget auf 20.000 Euro limitiert haben, kommt gute Nachricht aus dem Hause Karabag. Denn das Hamburger Unternehmen offeriert erstmals in Deutschland ein Elektroauto für unter 20.000 Euro. Exakt 19.900 Euro kostet der Karabag 500e und kommt modisch Verpackt in das Äußere des Retroflitzers 500 aus dem Hause Fiat. Auch im Innern ist er praktisch baugleich mit dem chicen Italiener, was ihn also uneingeschränkt alltagstauglich und zur echten Alternative im Stadtverkehr macht. Gut, in der zweiten Reihe geht es naturgemäß beengt zu und auch der Kofferraum ist nicht für den Weihnachtsbaum-Kauf geeignet. Dafür passt der Kleine in die meisten Parklücken und lässt sich mit reichlich Extras ausstaffieren.

Ein Blick ins Datenblatt verrät, dass sich die Hamburger auf das Wesentliche verständigt haben. Beschleunigungsorgien sind dem 500er ebenso fremd wie ausgedehnte Rauschzustände im Hochgeschwindigkeitsbereich. Die Höchstgeschwindigkeit ist der Kapazität zuliebe auf 105 Stundenkilometer beschränkt. Die Beschleunigung von Null auf Tempo 100 vollzieht sich inb über 20 Sekunden, sie fühlt sich aber de facto recht ordentlich an. Besonders beeindruckend ist die elektrotypische Geräuschkulisse. Außer den Geräuschen der Reifen auf dem Asphalt lässt sich allein ein leises Summen vernehmen, außerdem geht es ohne Zugkraftunterbrechung voran, da der Stromer kein Getriebe braucht. Die Stunde der Wahrheit aber schlägt beim Verbrauch und den damit verbundenen Kosten. Und hier kauft dem Stromer keiner den Schneid ab. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von rund 13 Kilowattstunden auf 100 Kilometer (im Stadtverkehr!) kommt man auf rund 2,80 Euro. Ein vergleichbarer Benziner kostet mehr als das Vierfache. Zudem sind im Preis Wartung und Reparaturen eingeschlossen und die Kfz-Versicherung bewegt sich auf Einsteigertarif-Niveau, unabhängig von der Schadensfreiheitsklasse. Kfz-Steuern fallen gar nicht erst an. (autaro)

 

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November 29th, 2011

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(Foto: Nissan)
München, den 29. November 2011 (autaro) 36.990 Euro wird der Nissan Leaf in Detuschland kosten, ab April 2012 steht er bei zunächst 18 deutschen Händlern im Verkaufsraum. Kein Schnäppchen, zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick und insbesondere im Vergleich zur Konkurrenz zeichnet sich ein anderes Bild: Stromer wie der Mitsubishi i-MiEV kosten allenfalls rund 2.500 Euro weniger, bei deutlich weniger Platz und einem insgesamt viel puristischeren Fahrzeugkonzept. Und der zweite Hauptkonkurrent vom Schlage eine Chevrolet Volt oder des baugleichen Opel Ampera kosten gleich über 40.000 Euro und sind mit einer rein elektrisch bestrittenen Reichweite von 80 Kilometern keine echte Alternative. Und dann ist da noch, typisch Nissan, die Ausstattung. Im Leaf ist praktisch alles serienmäßig, vom Touchscreen-Navi (das übrigens auch die nächste Strom-Zapfsäule ortet) über die Klimaautomatik bis hin zur Rückfahrkamera. Allein ein Winterpaket gibt es als Option, darin enthalten sind so feine Dinge wie Sitzheizung und beheiztes Lenkrad, außerdem als Extra verfügbar: ein Dachspoiler mit Photovoltaikzellen, der das Bordnetz des Leaf unterstützt.

Die Reichweite des Leaf gibt Nissan mit 175 Kilometern an, was für über 80 Prozent aller Fahrten eines Mitteleuropäers ausreicht. Geladen wird entweder herkömmlicher Wechselstrom mit 220 Volt Spannung aus der Steckdose, dann dauert ein Ladezyklus acht Stunden. Deutlich schneller, nämlich in einer knappen halben Stunde, geht es mit einem 50-kW-Gleichstromanschluss. Ein besonderes Gimmik bietet der Leaf in Verbindung mit einem Smartphone. Über dieses kann der Fahrer aus der Ferne beispielsweise Ladevorgänge programmieren oder vor dem Losfahren die Klimaanlage oder die Heizung einschalten.

Viel Elektroauto also für den Preis von 36.990 Euro, zumal beim Blick auf den Alltagsnutzwert. Der Leaf ist ein ausgewachsener Kompakter, der jeden nur erdenklichen Komfort bei klassenüblichem Platzangebot liefert. Gespannt sind wir noch auch die Reichweite im Winter, wenn die Akkus unter niedrigen Temperaturen leiden und zusätzliche Verbraucher wie die Heizung Reichweite fressen. Der Rest wirkt ausgewachsen und durchdacht, die Kosten für die Kfz-Versicherung liegen im unteren Feld (hier können Sie vergleichen) und bei der Kfz-Steuer ist der Leaf vorerst befreit. (autaro)

 

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November 17th, 2011

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(Foto: Audi)
München, den 17. November 2011 (autaro) Zwar gibt es noch keine verlässlichen Informationen darüber, ob und wann das Konzept tatsächlich in Serie geht. Die Chancen, dass Audi ein lange in Vergessenheit geratenes Motorenkonzept wiederbelebt, stehen allerdings nicht schlecht: den Wankelmotor. Schließlich blickt Audi auf eine gewisse Tradition in der Fertigung des damals revolutionären Rotationskolben-Motors zurück und hält noch immer teilweise das Patent. Im NSU Ro80 kam der Wankel zu kurzem Ruhm, schließlich musste das durch und durch revolutionäre Fahrzeug aus Kostengründen leider eingestellt werden. Ansonsten haben sich bislang nur Mercedes und Mazda weiter dem Wankelmotor gewidmet, als einziger fertigt Mazda den RX-8 und damit einen Kreiskolben-Sportwagen in Serie. Wenn nichts gravierendes mehr dazwischen kommt, so Audi-Projektleiter Dietrich Engelhart, “dann könnte im Jahr 2013 der Verkauf beginnen.”

Das Grundkonzept im Audi A1 E-Tron mit Range Extender ist nicht neu. Opel baut mit dem Ampera bereits in Serie einen Stromer, der bei Bedarf Unterstützung durch einen Verbrennungsmotor erhält. Allerdings tut im Ampera ein konventioneller Vierzylinder seinen Dienst als Generator, im Audi ist ein besonders kleiner und leichter Wankelmotor vorgesehen. Um den Antrieb kümmert sich allerdings grundsätzlich ein Elektromotr, erst wenn die 12 kWh leistende Batterie nach ca. 50 Kilometern rein elektrischer Fahrt die Grätsche macht, springt der Wankel hinzu und lädt nach. Dabei ist das geringe Gewicht des Wankelmotors, ebenso wie seine kompakten Maße der entscheidende Vorteil. Gerade einmal 65 Kilogramm zusätzlich bringt der Komplette Zusatzstrang auf die Waage, inklusive Motor, Generator, Abgasanlage und Kühlung – eine kleine Sensation. Zudem will Engelhart die alten Laster des Wankelmotor in den Griff bekommen wissen. Insbesondere dem Ro80 machten hoher Verschleiß, ein ungesittetes Trinkverhalten und Ölverbrauch zu schaffen. Da der Generator aber mit praktisch gleichbleibender Drehzahl vor sich hinsummt, sind all diese Punkte kein echtes Problem mehr. Und einen weiteren Vorteil hat das Konzept: im Gegensatz zum Hubkolbenmotor, wie er in praktisch allen Benzinern oder Diesel-Motoren anzuteffen ist, läuft der Wankel sensationell leise und vibrationsarm. Die Insassen bemerken praktisch nichts davon, wenn der Generator mitläuft und können sich am höllischen Drehmoment sowie am lautlosen Lauf des Stromers berauschen.

Das gesamte Konzept bietet also eigentlich nur Vorteile. Wenn nicht ein recht üppiger Anschaffungspreis erwartet werden dürfte (schon ein Basis-A1 kostet mehr als die meisten anderen Kleinwagen), könnte der A1 E-Tron das Zeug zum Weltauto haben. Mit einer Reichweite von gut 250 Kilometern und einem Durchschnittsverbrauch von 1,9 Litern Benzin pro 100 Kilometer ist der Audi für umweltfreundliches Reisen prädestiniert. Und für Fahrten unterhalb der 50-Kilometer-Grenze, wie sie im Alltag überwiegend stattfinden, fällt kein Gramm CO2 an. Zudem kostet das Konzept zunächst keine Kfz-Steuer und auch die Kfz-Versicherung erwartet eine günstige Einstufung, was grundsätzlich für alle Stromer gilt (hier können Sie vergleichen). (autaro)

 

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Oktober 14th, 2011

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(Foto: Daimler)
München, den 14. Oktober 2011 (autaro) Mit Winfried Kretschmann stellen die Grünen in Baden-Württemberg erstmals einen Ministerpräsidenten, seit bestehen der Partei. Da passt es irgendwie nicht ins Bild, dass der umweltbewusste Landesvater in einer Langversion eines Mercedes S600 unterwegs ist, durch deren zwölf Brennkammern gerne auch einmal zwanzig Liter Liter Super oder mehr sickern – auf 100 Kilometer. Doch: die Sprit fressende Luxuslimousine stammt noch von Kretschmanns Vorgänger Stefan Mappus (CDU), dessen rückschrittliche Denke in Sachen Umweltbewusstsein und Klimaschutz durchaus auch durch die Wahl des Dienstwagens zum Ausdruck kommt.

Kretschmann selbst will die Anzahl umweltfreundlicher Hybrid- und Elektrofahrzeuge auch in der staatlichen Flotte des Landes deutlich erhöhen. Daher haben er und Landesverkehrsminister Winfried Hermann in dieser Woche zwei weitere Mercedes-Benz A-Klasse E-CELL für den Fuhrpark des Landes in Empfang genommen. Nicht nur das Vorantreiben der Entwicklung der neuen Technologie steht dabei im Vordergrund. Auch könnte ein größerer Anteil an alternativ getriebenen Fahrzeugen längerfristig helfen, die Kosten für das Land zu reduzieren. Denn von der Kfz-Steuer einmal abgesehen, die für E-Fahrzeuge zunächst komplett entfällt, werden diese auch von der Kfz-Versicherung in den meisten Fällen sehr wohlwollend eingestuft (hier geht’s zum Vergleich). Und schließlich kostet ein gefahrener Kilometer in einem Stromer nur etwa ein Zehntel dessen, was für Brennstoff in einem herkömmlichen Automobil angelegt werden muss. Und insbesonere im ständigen Stopp and Go des Großstadtverkehrs ist der Wirkungsgrad von Elektroautos ungleich höher als der von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, bei denen etwa 70 Prozent der verbrannten Energie die Umwelt heizen.

Dr. Thomas Weber, im Vorstand der Daimler AG zuständig für Konzernforschung und Leiter Mercedes-Benz Cars Entwicklung, übergab heute die Fahrzeuge im Staatsministerium. „Wir freuen uns, dass die Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung künftig mit unseren besonders umweltverträglichen Elektroautos unterwegs sein werden. Das zeigt, dass sich die Politik nicht nur auf Bundes-, sondern auch auf Landesebene dafür einsetzt, das Thema Elektromobilität nach vorne zu bringen“. Neben den nun in Dienst gestellten beiden A-Klassen tun bereits mehrere B-Klasse F-Cell und Smart ForTwo Electric Drive ihren Dienst im Ländle. (autaro)

 

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September 9th, 2011

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(Foto: Opel)
München, den 09. September 2011 (autaro) Das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 mehr als eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, könnte realisierbar werden. Denn neben den bisher auf dem Markt verfügbaren Elektroautos, darunter auch der Opel Ampera für happige 43.000 Euro, entwickeln die Hersteller vermehrt auch Studien, die kleiner, leichter und vor allem wesentlich billiger sind. So auch Opel. Die Designer und Marketingstrategen aus Rüsselsheim wollen den Namen des Zweisitzers zwar erst auf der Frankfurter IAA verraten, die Eckdaten wurden aber bereits preisgegeben.

Rund drei Meter lang, und insgesamt nur gut 380 Kilogramm schwer präsentiert sich der Stadtflitzer und was ihn noch viel interessanter macht: die Serienversion, so sie denn kommt, soll lediglich 8.000 bis 12.000 Euro kosten. Zudem spricht Opel von Stromkosten in der Größenordnung von einem Euro pro 100 Kilometer – da könnte selbst eine teure Prämie für die Kfz-Versicherung die Kostenbilanz nicht trüben, zumal die Kfz-Steuer in den ersten Jahren entfällt.

Der Zweisitzer hatz es in sich: auch wenn das Haupteinsatzgebiet sicherlich der Großstadt-Dschungel sein wird, braucht der Fahrer die kürzere Etappe auf der Autobahn oder gar die Überlandfahrt nicht zu fürchten. Die 14 PS Leistung, die kurzzeitig wie eine Art Overboost auf bis zu 49 PS gesteigert werden können, reichen für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Sachen aus. Den Sprint von Null auf Landstraßenhöchsttempo erledigt der agile Flitzer in rund 13 Sekunden. Außerdem versprechen die Rüsselsheimer eine Reichweite von 100 Kilometern, womit der kleine Opel für über 80 Prozent aller Fahrten eines Deutschen völlig hinreichen dürfte. Als besonderes Gimmik denkt Opel über eine Version nach, die höchstens 45 km/h fährt und mithin auch von 16-Jährigen gefahren werden dürfte. Diese dürfen sich außerdem sicher fühlen, auch wenn auf High-Tech-Materialien wie Kohlefaser verzichtet wurde. Die Ingenieure halten die Konstruktion aus Spaceframe mit Kunststoff-Karosse für ausreichend crashsicher. (autaro)

 

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August 22nd, 2011

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(Foto: Volvo)
München, den 22. August 2011 (autaro) Mit Nachdruck arbeitet der schwedische Traditions-Hersteller Volvo bereits seit längerem an alternativen Antriebskonzepten, darunter Hybride und Elektroautos. Nun ist mit dem C30 Electric der erste reine Stromer serienreif und geht, vorerst in einer Kleinserie mit 250 Exemplaren, in die Serienproduktion. Besonderes Augenmerk legten die Ingenieure dabei, ganz der Tradition der Schweden folgend, auf die Sicherheit. Insgesamt elf Versuchsträger wurden vor der Produktion der Kleinserie umfassenden Crashtests unterzogen, um den Stromer auf gleiche Augenhöhe mit konventionellen Fahrzeugen zu bringen. Dabei mussten sich die Entwickler allerhand einfallen lassen, unter Anderem eine Rahmenkonstruktion aus Aluminium, die die stützende Funktion des Verbrennungsmotors bei einem Crash übernimmt.

Der C30 mit Elektroantrieb hat es tatsächlich zur Serienreife gebracht. Von seinen Brüdern mit Benziner oder Dieselmotor unterscheidet er sich eigentlich nur durch den fehlenden Schaltknüppel rechts neben dem Fahrer – abgesehen von modifizierten Displays und Anzeigen. Stattdessen kann der Fahrer über einen kleinen Schalter zwischen Rückwärtsgang, Neutral sowie „D“ und „H“ wählen. Ist die Fahrstufe „D“ eingelegt, wird während der Fahrt freiwerdende Bremsenergie automatisch zurück gewonnen und in die Akkus eingespeist. Der Fahrer bemerkt hiervon wenig, die Bremswirkung fühlt sich ein wenig an wie die Motorbremse eines Benziners im hohen Gang. Wird die Fahrstufe „H“ ausgewählt, entfällt die Rekuperation der Bremsenergie und der Wagen rauscht bei Wegnahme der Energie wie im Leerlauf weiter. Insgesamt fühlt sich der alternative Antrieb gut an. 220 Newtonmeter maximales Drehmoment, die ab der ersten Umdrehung über die Vorderräder herfallen, haben leichtes Spiel mit der Fuhre, Tempo 100 liegt nach rund zehn Sekunden an. Und auch das Fahrgefühl entspricht bis auf das fehlende Motorgeräusch, das durch ein leises Summen ersetzt wird, dem eines ganz normalen Volvo. Dass die Reichweite bei ordentlichen 150 Kilometern liegt, konnte Volvo schon bei der Auto-Rallye der Silvretta Classic zeigen und im Vergleich zu Konkurrenten wie Mitsubishi i-MiEV ist der C30 ein echter Komfort-Gleiter.

Bleibt die Frage nach den Kosten, denn von der echten Serienreife ist der C30 Electric noch ein kleines Stück entfernt. Bislang bieten die Schweden ihren Stromer der interessierten Kundschaft als Leasing-Angebot an, für happige 1.600 Euro Leasingrate im Monate. Der Vertrag geht über drei Jahre und es fallen keine zusätzlichen Kosten an. Auch die Kosten für die Kfz-Versicherung bewegen sich in einem adäquaten Rahmen (hier können Sie vergleichen), Kfz-Steuer fällt ohnehin nicht an. Der eigentliche Knaller sind die niedrigen Energiekosten pro Kilometer, hier kann kein Auto mit Verbrennungsmotor auch nur ansatzweise mithalten. Wer allerdings einmal nachrechnet, kommt bei einer Leasing-Raten von 1.600 Euro pro Monat und einer Laufzeit von drei Jahren auf die stattliche Summe von 57.600 Euro – die endgültige Serienreife wird also sehnsüchtig erwartet. (autaro)

 

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August 10th, 2011

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(Foto: Think)
München, den 10. August 2011 (autaro) Der Think City hat, obwohl er es bislang nicht in die Großserie schaffte, bereits jetzt ein bewegtes Leben hinter sich. Der Stromer des norwegischen Unternehmens Think Global AS soll nun ab dem ersten Quartal 2012 in die Serienproduktion gehen, trotz der nunmehr vier Insolvenzanträge, die das Unternehmen bereits stellen musste – seit seiner Gründung im Jahr 1991. Möglich macht die positiven Aussichten ein russischer Investor, der bereits Beteiligungen am Lieferanten der Batterien hält.

Beim aktuellen Think City handelt es sich eigentlich um einen Zweisitzer, in dessen Kofferraum allerdings behelfsweise eine Rückbank für Kinder montiert werden kann. Seit Modelljahr 2011 ist der Kleinstwagen auch mit Klimaanlage, ABS, ESP, elektrischen Fensterhebern und Zentralverriegelung ausgestattet, vorher waren Klima oder Schleuderschutz nicht erhältlich. Für Vortrieb sorgt ein Elektromotor mit 20 kW Leistung, der ein maximales Drehmoment von 90 Newtonmeter zur Verfügung stellt. Für eine adäquate Reichweite sorgt eine sogenannte Zebra-Traktionsbatterie, alternativ wird auch eine Lithium-Ionen-Batterie angeboten. So ermöglicht der kleine Flitzer Reichweiten um die 180 Kilometer, danach kann der Akku innerhalb von zehn Stunden an der heimischen Steckdose aufgeladen werden. Seitens der Höchstgeschwindigkeit müssen sich Fahrer und Passagiere übrigens mit 100 Stundenkilometern begnügen.

Auf welche Stückzahlen das norwegische Unternehmen Think Global AS es mit dem Think City jährlich bringen möchte und zu welchem Einstiegspreis diese zu haben sein werden, ist unklar. Branchenkenner rechnen allerdings mit einem Preis unterhalb der magischen Grenze von 20.000 Euro. Hinzu kommt, dass für Stromer nur einen Bruchteil der Kosten einkalkuliert werden muss, die für Fahrer von Autos mit Verbrennungsmotor anfallen. Außerdem sind E-Autos bis auf weiteres von der Kfz-Steuer befreit und auch die Kfz-Versicherung nebst Kasko-Versicherung fällt in der Regel günstig aus. Bleibt also die Frage nach dem Preis – und sicherlich auch die nach der gesellschaftlichen Akzeptanz der kleinen Knutschkugel. (autaro)

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