Archiv für die ‘Alternative Kraftstoffe’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

April 6th, 2011

München, den 06. April 2011 (autaro) Hinterfragt man die Existenzberechtigung eines Cross Polo oder eben des neuen Cross Touran einmal rational, kommt man schnell zu einem vernichtenden Schluss. Emotional hinterfragt, ergibt sich allerdings ein anderes Bild. Es handelt sich bei solchen Ablegern ihrer zivilen Brüder nämlich streng genommen um Mogelpackungen. Sie kommen ohne Allradantrieb daher, verfügen aber über etwas mehr Bodenfreiheit, über einen leichten Unterfahrschutz und über eine deutlich kernigere Optik. Und während die einen sagen, man bräuchte diese Versionen etwa so dringend wie ein drittes Knie, kontern die anderen mit einem durchaus ernst zu nehmenden Argument: der größte Teil in Deutschland zugelassener SUV wird praktisch nie abseits befestigter Straßen bewegt, die meisten kaufen solche Spritfresser allein wegen der erhöhten Sitzposition und weil sie eben im Trend liegen und so chic aussehen. Der Cross Touran bietet solche Vorzüge, verzichtet aber auf den Allradantrieb, der den Verbrauch in die Höhe treibt.

Der CrossTouran macht dicke Arme

Neben dem bereits erwähnten Unterfahrschutz und dem um 20 Milimeter aufgebockten Fahrwerk verfügt das Cross-Paket im Touran über markante Details wie verbeiterte Radhäuser aus Kunststoff und mischbereifte Leichtmetallfelgen im 17-Zoll-Format. Das lässt ihn optisch deutlich kerniger erscheinen, gaukelt so manchen Käufer vielleicht auch ein Mehr an Solidität vor. Im Innern sorgen spezielle Sitzbezüge und zahlreiche andere Details für eine aparte Optik, der Rest, eingeschlossen die hohe Variabilität und die problemlose Bedienung, kennen wir vom herkömmlichen Touran.

Optik vor Komfort

Leicht nachteilig wirken sich alle die kleinen Modifikationen auf den Fahrkomfort aus. Der von uns getestete TSI EcoFuel CrossTouran mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe läuft zwar genauso leise und das Automatikgetriebe macht seine Sache ebenso unauffällig wie sonst. Doch rollt der CrossTouran spürbar holpriger ab als sein serienmäßiger Teilespender und die Abrollgeräusche lassen sich besser vernehmen. Insgesamt jammern wir freilich gerade auf verdammt hohem Niveau.

TSI-Motor über jeden Zweifel erhaben

Der 1,4-Liter-TSI, der hier in Verbindung mit dem siebenstufigen DSG sein Werk verrichtet, gehört einfach zur Spitze der Motorenbaukunst. Sein maximales Drehmoment von 220 Newtonmetern liegt in einem breiten Drehzahlbereich an (1.500 bis 4.500 Newtonmeter), was auch das Getriebe weiß. Es schaltet daher erst zurück, wenn dies wirklich notwendig ist, bleibt ansonsten in der aktuellen Stufe und lässt das Drehmoment über die Antriebswelle herfallen. Das senkt nicht nur den Verbrauch sondern trägt ebenfalls maßgeblich zum ausgewogenen Fahrverhalten bei. Die 150 PS sind dabei für den Touran völlig ausreichend, was die Fahrleistungen belegen: von Null auf Tempo 100 geht es in 10,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 198 Stundenkilometern erreicht. Dabei hält sich der Verbrauch in vergleichsweise niedrigen Grenzen. Der von VW angegebene Durchschnittsverbrauch von 7,4 Kubikmetern Erdgas pro 100 Kilometer lässt sich zwar nur bei sehr vorsichtigem Umgang mit dem Gaspedal erreichen, in der Praxis kommt man aber mit acht bis neun Kubikmetern gut hin. Für weniger bewanderte auf dem Gebiet der Physik: der von Volkswagen angegebene Wert von 7,4 Kubikmetern entspricht 4,8 Kilogramm – die Umrechnung in den mit Benzin vergleichbaren Liter gestaltet sich schwierig und ist wegen der unterschiedlichen Dichte und deren Temperaturabhängigkeit ungenau. Wer grob 1:1 rechnet, kann sich aber einen (ebenfalls groben) Überblick verschaffen.

Unschlagbare Kilometerkosten

Da Autogas, namentlich das in Deutschland zumeist verwendete LPG („Liquefied Petroleum Gas“) wesentlich günstiger ist, als Benzin, spart man mit jedem gefahrenen Kilometer. Wie viel das im Einzelnen ist, hängt vom Mehrpreis des Fahrzeugs gegenüber dem vergleichbaren Benziner und von der jährlichen Laufleistung ab (hier geht es zum Vergleichs- bzw. Amortisationsrechner). Hinzu kommt eine sehr saubere Verbrennung, was den Motor im Falle des Touran wiederum fit für die Abgasnorm Euro 6 macht. Dies führt wiederum zu einer Ersparnis bei der Kfz-Steuer. Und schließlich gehören die Fahrer eines gasbetriebenen Fahrzeugs naturgemäß zu der eher bedächtigen Sorte, die grundsätzlich eher selten in Unfälle verwickelt ist. Dies führt schließlich dazu, dass auch bei der Kfz-Versicherung bares Geld gespart werden kann, da die Schadensfreiheitsklasse geringer ausfällt.

Gewohnt variabler Innenraum

Am Innenraum gibt es auch mit der Cross-Ausstattung nichts zu tadeln, Platz herrscht im Überfluss und die Variabilität ist hervorragend. Eine dritte Sitzreihe, die dann allerdings das Kofferraumvolumen empfindlich einschränkt, ist gegen einen Obolus von 715 Euro erhältlich. Stehen nur fünf Stühle im Touran, fasst das Gepäckabteil ordentliche 695 Liter Ladegut.

Qualität hat ihren Preis - Fazit

Dass der Touran auch in der Cross-Variante kein Billigheimer ist, sieht, fühlt und riecht man. Die Produkte aus dem Hause Volkswagen setzen sich im Vergleich mit der Konkurrenz stets aus hochwertigsten Materialien zusammen und sind tadellos verarbeitet. Dazu kommt, dass sich der Preis durch eine Flut an verführerischen Extras problemlos in die Höhe treiben lässt. Wer aber mit dem Notwendigsten zufrieden ist und einen geräumigen, variablen Van mit geländegängiger Optik in Premiumqualität sucht, ist mit einem unschlagbaren Kilometerpreis im CrossTouran EcoFuel zum Preis von 31.375 Euro bestens aufgehoben. (autaro)

 

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März 24th, 2011

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München, den 24. März 2011 (autaro) Die Einführung des umstrittenen Kraftstoffes E10, einem Gemisch aus Benzin und bis zu zehn Prozent Ethanol, geriet zu einem regelrechten Debakel. Die Mineralölkonzerne, die stattdessen vielerorts das bisherige E5 aus dem Programm nahmen und alternativ nur noch das rund fünf Cent teurere „Super-Benzin“ mit höheren Oktanzahlen anboten, haben sich verrechnet. Und das zu Recht. Denn was die Interessensverbände der Ethanolhersteller und die Mineralöl-Lobby dem Verbraucher als besonders umweltverträglich und als sinnvollen Beitrag zur Schonung der fossilen Brennstoffe verkaufen wollen, ist im Prinzip das genaue Gegenteil. Zur Herstellung von „Bioethanol“ werden große Ackerflächen verwendet, die ansonsten zur Nahrungsmittelherstellung herangezogen werden könnten und zur CO2-Reduktion leistet das Verfahren kaum einen Beitrag – überspitzt formuliert: wir betanken unsere Autos mit dem Essen, das in der dritten Welt den Hunger unterernährter Kinder lindern könnte. Der ADAC will Mineralölkonzerne und Tankstellenketten gar verklagen, sollten diese weiterhin alternativ nur teure Premium-Kraftstoffe anbieten und damit einen unlauteren Reibach machen.

Die Autofahrer treibt indes eine weitere Sorge um: verträgt das Auto den höheren Anteil ätzenden Ethanols? Für ältere Fahrzeuge übernehmen die Händler keine Gewähr, die Kasko-Versicherung würde ebenfalls keinen Schaden regulieren. Sofern das ältere Auto überhaupt mit einer solchen versichert sein sollte.

Schließlich führt das Desaster auch noch zu einem Ungleichgewicht im Bundesdeutschen Verteilungsgebiet: während im Osten und im Süden Deutschlands E10 schon weit verbreitet ist und die Tankstellen dort auf ihren Vorräten sitzen und über Super-Benzin-Engpässe jammern, zeichnet sich im Norden und im Westen ein ganz anderes Bild. Dort nämlich haben die Raffinerien erst gar nicht auf E10-Produktion umgestellt, weil sich die Suppe kaum verkauft. Wie Industrie und Politik weiter verfahren wollen, ist noch nicht absehbar, der letzte „Benzin-Gipfel“ ergab, dass man weiter und über die Köpfe der Autofahrer hinweg auf E10 setzen werde, koste es was es wolle. Im Zweifel kostet soviel Starrsinn ohnehin nur den Autofahrer Geld – und afrikanische Kinder ihr Mittagessen. (autaro)

 

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Februar 4th, 2011

München, den 04. Februar 2011 (autaro) Über das Für und Wider hinsichtlich des neuen „Bio-Kraftstoffes“ E10, bei dem die Hersteller dem Benzin bis zu zehn Prozent Bio-Ethanol beimischen, wollen wir an dieser Stelle schon gar nicht mehr diskutieren. Dass Bio-Ethanol eine verheerende Umweltbilanz mit einem grünen Image zu kaschieren sucht, wird bereits beim Blick auf die Flächen klar, die in anderen Ländern zum Anbau von Pflanzen für die Ethanolgewinnung gerodet werden müssen – oft verschwindet hierfür der Regenwald, oder die Ackerfläche für Nahrungsmittel wird knapp. Solange wir in Europa noch genügend Gemüse in den Supermärkten liegen haben und die Luft zum Atmen noch nicht spürbar knapp wird, soll uns das nicht scheren.

Dass nun aber durch E10 auch der herkömmliche Sprit teurer wird, ist nicht nur mit Blick auf die Umwelt eine Bemerkung wert. Beispiel Aral: nach und nach rüstet der Konzern seine Tankstellen auf E10 um, was zum gleichen Preis verkauft wird, wie bislang konventionelles Super-Benzin. Der Nebeneffekt: das bisher angebotene Benzin wird nun für rund 5 Cent mehr je Liter angeboten, soviel kostete bis dato Super Plus. Insbesondere für jene Fahrer, deren Auto den neuen E10-Kraftstoff nicht danken dürfen, ist dies ein echtes Manko. Deren Motoren würden durch das E10-Benzin nachhaltig geschädigt, sie sind also auf konventionelles Benzin angewiesen. “Diese Preisgestaltung der Mineralölkonzerne ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen Autofahrer, die nach wie vor E-5-Superbenzin tanken müssen, weil ihre Fahrzeuge den neuen Kraftstoff nicht vertragen”, teilte ADAC-Präsident Peter Meyer entrüstet mit. Tatsächlich sollten Interessensverbände rechtliche Schritte gegen die Preistreiberei einleiten, denn der Gesetzesgeber sieht ausdrücklich den Bestandsschutz vor. (autaro)

 

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Januar 25th, 2011

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München, den 25. Januar (autaro) Mercedes, respektive der Daimler-Konzern, feiert in diesem Jahr das 125. Jubiläum der Patentanmeldung des Motorwagens Nummer 1 von Carl Benz. Grund genug für die Stuttgarter, sich nicht nur für die Erfindung des Automobils gebührend feiern zu lassen, sondern auch medienwirksam zu demonstrieren, dass sie noch immer führend auf dem Gebiet der Innovation sind. Am 30. Januar startet die Tour mit drei wasserstoffbetriebenen B-Klasse F-Cell, während der 150 Fahrer im Wechsel rund 30.000 Kilometer durch 14 Länder zurücklegen werden. Die Tour wird symbolgetreu 125 Tage dauern und über vier Kontinente führen. Ziel ist in erster Linie die Beweisführung dafür, dass Mercedes die Brennstoffzelle mit Wasserstoff mittlerweile zur Alltagstauglichkeit weiterentwickelt hat – als einer von wenigen Herstellern weltweit.

Los geht es in Stuttgart, geradewegs durch Frankreich und Spanien nach Portugal. Von dort wird in die USA übergesetzt, wo man als erstes Miami erreichen wird. Weiter geht es nach Los Angeles und dann entlang der Westküste der USA in das kanadische Vancouver. Der nächste Kontinent im Tourbuch ist Australien, wo unter anderem die Städte Sydney, Melbourne und Perth angesteuert werden. Nächster Hafen: Shanghai in China, von wo aus es dann weitergeht nach Russland, nachdem auch Kasachstan durchquert wurde. Nach Russland geht es durch Finnland, Schweden und Dänemark, bis die drei B-Klassen schließlich im Juni wieder im schwäbischen Stuttgart erwartet werden.

Um einen reibungslosen Ablauf und eine lückenlose Versorgung mit Wasserstoff zu gewährleisten, begleitet den Tross ein eigens hierfür entwickelter Tanklastwagen. Dieser betankt die Fahrzeuge, wenn sie außerhalb des noch nicht flächendeckenden Tankstellennetzes unterwegs sind. Die durchschnittliche Reichweite der Mercedes B-Klasse F-Cell gibt Daimler aktuell mit rund 400 Kilometern an. (autaro)

 

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Dezember 28th, 2010

München, den 28. Dezember (autaro) Schon lange warten deutsche Autofahrer auf umweltfreundliche Alternativen zum bisherigen, lediglich aus fossilen Ressourcen stammenden Benzin. Dabei ist die Lösung, dem herkömmlichen Benzin eine größere Menge an Bioethanol beizumischen, nur scheinbar umweltschonend. Denn für die Gewinnung von Bioethanol wird andernorts hektarweise Ackerland benötigt, das auf zwei Weisen rekrutiert wird. Entweder, wie beispielsweise in weiten Teilen der USA, wird der Anbau von Pflanzen für die Herstellung von Ethanol zu Lasten der herkömmlichen Nahrungspflanzen subventioniert. Das hat massive Teuerungen auf dem weltweiten Nahrungsmittelmarkt zur Folge. Oder, für die Umwelt noch viel verheerender: riesige Regenwaldbestände fallen der Rohdung anheim, bis die Böden schließlich gänzlich erodieren und verwüsten.

Hierzulande, ebenso wie in weiten Teilen des europäischen und außereuropäischen Auslandes, gilt Bioethanol jedoch als besonders umweltfreundlich und zukunftsweisend – der Name ist scheinbar Programm. So beschloss denn auch die Bundesregierung, dass die Mineralölkonzerne ihrem Benzin künftig bis zu zehn Prozent Ethanol beimischen dürfen und ihren Kraftstoff getrennt als besonders grün vermarkten können. Allerdings konnten die Tankstellenbetreiber, namentlich auch die führenden Mineralölkonzerne, die Anlagen noch nicht flächendeckend umrüsten. Der Geschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, Klaus Picard, teilte am heutigen Dienstag mit: “Das wird eine Zeit dauern, denn die Kälte hat auch einen Einfluss auf die Umstellung.” Vor Februar des nächsten Jahres ist mit einer einheitlichen Umsetzung wohl nicht zu rechnen.

Experten rechnen außerdem damit, dass die Mineralölkonzerne wenigstens moderate Aufpreise für den neuen „Biosprit“ verlangen werden. Dabei sei eine Preiserhöhung laut Elmar Baumann, vorsitzendem des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), nicht gerechtfertigt: “Da Benzin bereits jetzt E5 enthält, also bis zu fünf Prozent Ethanol, ist die Steigerung auf zehn Prozent gering und kann keine höheren Preise begründen”, so Baumann. Umweltschützern bleibt schließlich zu hoffen, dass ein höherer Preis die Nachfrage nach dieser Mogelpackung gering halten wird. (autaro)

 

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Dezember 10th, 2010

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München, den 10. Dezember (autaro) Offenbar haben auch deutsche Tankstellen mit Zapfsäulen für Autogas Schwierigkeiten mit der Sicherheit. Nachdem bereits in Pattaya, Thailand, im August dieses Jahres etliche Gastankstellen geschlossen wurden, was zu heller Aufregung unter den dort ansässigen Deutschen geführt hatte, trifft es die Deutschen nun im eigenen Land. Die Landesregierung Schleswig-Holsteins hält nach Angaben des Fachblattes „Tankstellen Markt“ knapp die Hälfte (132 Stück) der 272 in Schleswig-Holstein betriebenen Gastankstellen für bedenklich, es wurden erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt. Bei 26 Tankstellen waren die Mängel derart gravierend, dass diese sofort geschlossen werden mussten. Besonderes Augenmerk lenkten die Tester dabei auf schlcht gesicherte Gastanks- und Leitungen, gelegentlich kam es aber auch zu Undichtigkeiten beim Tanken aufgrund schlecht gesicherter Zapfpistolen.

Dass sich dieses Problem ausgerechnet auf Schleswig-Holstein beschränkt, ist nicht sehr wahrscheinlich. Vielmehr erwarten Branchenkenner ein Aufmerksamwerden auf Mängel im gesamten Bundesgebiet. Aus diesem Grunde hat auch die Schleswig-Holsteinische Landesregierung einen Eilantrag im Bundesrat gestellt und warnt in diesem vor schweren Explosionen mit Personenschäden. Auch Prüforganisationen wurden von “Tankstellen Markt” schwer kritisiert, man wollte allerdings nicht soweit gehen, Betreibern und Prüfern Mauschelei zu unterstellen. Offenbar wurden aber technische Abnahmen durch die Prüfer zu lax gehandhabt, alle von der Landesregierung geschlossenen Tankstellen konnten eine gültige Betriebserlaubnis vorzeigen.

Wie sich die Entwicklung im ganzen Bundesgebiet gestalten wird, bleibt abzuwarten – ebenso wie der eingebrachte Eilantrag vor dem Bundesrat. Das Blatt „Tankstellen Markt“ forderte jedenfalls sämtliche Betreiber auf, die Mängel zu beseitigen und ggf. eine neue Betriebserlaubnis zu beantragen. (autaro)

 

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November 24th, 2010

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München, den 21. November (autaro) Während die meisten Autohersteller weltweit den Elektroantrieb, Hybridsysteme oder zumindest das Down-Sizing-Konzept bei Verbrennungsmotoren forcieren, verfolgt Mercedes noch eine weitere Alternative: den noch vor zehn Jahren viel besungenen Wasserstoff-Antrieb. Genauer gesagt handelt es sich bei diesem Antriebskonzept um eine Brennstoffzelle, also eine galvanische Zelle, die die chemische Reaktionsenergie von Wasserstoff und eines Oxidationsmittels in elektrische Energie umwandelt. Diese Energie wiederum wird in einem Akku zwischengespeichert und treibt schließlich einen oder mehrere Elektromotoren an.

Der Prototyp ist uneingeschränkt alltagstauglich

Im Falle der Mercedes B-Klasse, auf deren Seiten unübersehbar der Schriftzug „F-Cell“ prangt, muss man schon erstaunt sein, wie nah das System an eine mögliche Serienreife gekommen ist. Waren Wasserstoffautos noch vor wenigen Jahren in Sachen Nutzwert, Ladekapazität und Platzangebot noch deutlich eingeschränkt, bemerkt man in dieser B-Klasse vom alternativen Antrieb praktisch nichts mehr. Der Trick: das aufwendige Sandwichboden-System, von dem sich Mercedes eigentlich mit der nächsten Modellgeneration verabschieden will – zu teuer. Dieses hat den Vorteil, dass praktisch alle Antriebskomponenten zwischen den beiden Böden verschwinden, namentlich also die Lithium-Ionen-Akkus, eine Brennstoffzelle und drei Wasserstoff-Hochdrucktanks. Einschränkungen beim Kofferraum oder in der Fahrgastzelle? Fehlanzeige.

Schlüssel umdrehen, und los geht’s

Angst vor möglichen Bedienfehlern der neuen Technik muss keiner haben. Platz nehmen, Zündschlüssel drehen, Automatik-Wählhebel in Position „D“ schieben – fertig. Nimmt man nun, wie bei jedem herkömmlichen PKW mit Automatikgetriebe, den Fuß vom Gas, kriecht die B-Klasse los. Ein leichter Druck aufs Gaspedal und die Fuhre schiebt, lediglich von einem leisen Surren begleitet, kräftig an. Dabei ist nicht nur der Effekt des nahezu fehlenden Motorgeräusches verblüffend, auch die Tatsache, dass der F-Cell ohne Zugkraftunterbrechung beschleunigt, macht Laune. Denn im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren kann der E-Motor auf ein Getriebe verzichten, womit auch ein Gutteil an Gewicht und Wartungsarbeit wegfällt. Ebenso im Hintergrund bleibt die Brennstoffzelle, die durch die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie erzeugt. Sie lädt ständig und unbemerkt von den Passagieren den kleinen 1,4-kWh-Akku, der als Energiepuffer für die E-Maschine dient.

Von Null auf Tempo 100 in zehn Sekunden

Laut Mercedes beschleunigt der F-Cell in nur zehn Sekunden von Null auf Tempo 100. Dabei fühlen sich die 290 Newtonmeter Drehmoment des 100 Kilowatt starken Stromers deutlich stärker an. Dies liegt an der besagten Beschleunigung ohne Zugkraftunterbrechung, wird aber auch dadurch unterstützt, dass das maximale Drehmoment bereits von der ersten Umdrehung an anliegt. Erst bei Tempo 170 ist Schluss, was schließlich ebenfalls dem Verzicht auf ein Getriebe geschuldet ist.

Das Tanken gestaltet sich problemlos

Liegt ein Ladedruck von 700 Bar an, können gut vier Liter Wasserstoff in die Hochdrucktanks gepresst werden. Damit errechnet sich bei einem Durchschnittsverbrauch von etwa 1,25 Kilo Wasserstoff je 100 Kilometer eine Reichweite von etwa 400 Kilometern. Der Füllstand der Tanks wird wie beim Benziner oder Diesel über die Tankanzeige im Armaturenbrett angezeigt, eine Reserveleuchte erinnert an das Aufsuchen der nächsten Tankstelle. Hier liegt denn auch das einzige Problem, nämlich das noch dünne Netz an Tankstellen, die Wasserstoff zur Verfügung stellen. Hat man eine solche lokalisiert (bis 2011 sollen es in Deutschland mindestens 60 Stück geben), ist der Rest im Handumdrehen erledigt. Nachdem die Zapfpistole angedockt und mittels eines Schlüssels entriegelt wurde, muss nur noch ein Knopf gedrückt werden und die Tanks haben sich in circa einer Minute wieder gefüllt.

Eine Frage des Preises

Aktuell muss man für ein Kilogramm Wasserstoff um die neun Euro bezahlen, womit der F-Cell leider nicht billiger fährt, als ein vergleichbarer Benziner. Was bleibt ist aber das gute Gefühl, während der Fahrt nicht das kleinste Quäntchen Kohlendioxyd in den Äther zu blasen – da macht auch der beherzte Tritt aufs Gaspedal noch Spaß. Voraussetzung ist freilich, dass der Wasserstoff unter umweltfreundlichen Bedingungen produziert wurde. Denn: bei dessen Herstellung wird eine Menge Energie verbraucht, kommt diese nun aus konventionellen Kraftwerken mit Brennstoffen wie Gas oder gar Kohle, ist die Energiebilanz wieder hin. (autaro)

 

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Oktober 8th, 2010

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München, den 08. Oktober (autaro) Da sich die LPG-Modelle (LPG steht für Liquefied Petroleum/Propane Gas) aus dem Hause Dacia glänzend verkaufen, machen sich die Rumänen daran, die Motoren noch effizienter zu gestalten. So erhalten der Logan, der in Deutschland nicht mehr angeboten wird, sowie der kleinere und modernere Sandero künftig einen neuen 1,2-Liter-Vierzylinder. Der ältere 1,4-Liter mit 72 geht aufs Altenteil.

Der neue, kleinere Verbrenner leistet ebenso wie der 1,4-Liter 72 PS, soll aber mit 122 Gramm CO2 pro Kilometer rund 13 Gramm weniger Kohlendioxyd ausstoßen, als der Vorgänger. Welchen Verbrauchswert, in Liter Gas gerechnet, das bedeutet, teilte Dacia bislang nicht mit. Auf dem Pariser Autosalon präsentieren die Rumänen den Logan und Sandero 1.2 16 V 75 LPG, ab 2011 kommt der Sandero dann auch in den deutschen Handel. Preise ließen sich die Rumänen allerdings noch nicht entlocken.

Ebenfalls auf dem Pariser Autosalon zu sehen ist das SUV Duster 4×4 dCi 90. Der Slebstzünder wurde verbrauchsoptimiert und soll sich auf 100 Kilometer mit nur 5,3 Litern Diesel begnügen. Dies würde einem CO2-ausstoß von 139 Gramm pro gefahrenem Kilometer entsprechen. (autaro)

 

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September 16th, 2010

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München, den 16. September (autaro) Die Allianz zwischen dem amerikanischen Riesen Chrysler und dem italienischen Fiat-Konzern trägt erste Früchte. Zunächst profitiert die italienische Marke Lancia und ein Stück weit auch die Umwelt davon: Lancia bekommt nämlich neue Modelle, die mit dem Umweltfreundlichen LPG (Liquefied Petroleum/Propane Gas) betrieben werden können und damit CO2 sparen. Die Einführung des sogenannten bivalenten Antriebes, der sowohl mit Gas als auch Benzin befeuert werden kann, betrifft die beiden Modelle Lancia Ypsilon und Musa.

Für den Ypsilon suchten sich die Italiener das Sondermodell „Elle“ aus, das mit der gleichnamigen Modezeitschrift kreiert wurde und insbesondere modebewusste Frauen hinters Volant locken will. Unter der Haube sorgt ein 1,2-Liter-Benziner mir 69 PS für Vortrieb, im Innenraum wurden besonders extravagante Farben verwendet und äußerlich fällt der Ypsilon Elle durch eine besondere Perleffekt-Lackierung auf. Der Musa mit Gasanlage kommt als Sondermodell „5th Avenue“ daher und steht dem Kleinen in nichts nach. Innen fällt die helle, exklusive Lederausstattung auf, äußerlich will ein schwarzes Dach auf ansonsten weiß lackierter Karosserie Akzente setzen. Vorerst werden beide Modelle für den italienischen Markt zur Verfügung stehen, direkt darauf sollen beide auch in Frankreich verkauft werden.

Ein besonderes Highlight zeigt Lancia außerdem mit dem Delta „Hard Black“. Er kommt in mattem Schwarz, mit reichlich Ausstattung und besonderen Felgen und ist entweder als Benziner oder als Diesel verfügbar. Der Benziner ist ein 1,4-Liter-MultiAir-Motor mit 140 PS und soll lediglich 5,7 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Wer den Diesel ordert, bekommt einen 1,6-Liter-Multijet mit 120 PS und in der Ausstattungslinie „Platino“ das automatisierte “Selectronic”-Getriebe. (autaro)

 

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Mai 28th, 2010

München, den 28. Mai (autaro) Kooperationen, insbesondere zum Zwecke der Weiterentwicklung des Elektroantriebes, stehen hoch im Kurs. Auch in Deutschland gibt es kaum einen großen Hersteller, der in den vergangenen Monaten nicht den Schulterschluss mit einem Hersteller aus Fernost gesucht hätte, die Kooperation zwischen BMW und BYD („Build Your Dreams“) ist nur ein solches Beispiel. Knifflig könnten Zusammenschlüsse dieser Art werden, wenn der Wunschpartner auch mit der Konkurrenz paktiert. So könnte es auch hinsichtlich der am 20.05. bekanntgegebenen Zusammenarbeit zwischen Toyota und Tesla Motors Händel geben, denn Tesla kooperiert bereits mit der Daimler AG. Trotzdem will das Unternehmen aus Kalifornien zusammen mit Toyota, dem größten Autohersteller der Welt, Elektroautos für den amerikanischen Markt entwickeln und produzieren – die Japaner investieren zu diesem Zwecke 50 Millionen Dollar in das Start-Up-Unternehmen.

“Wir begrüßen die Partnerschaft von Toyota mit Tesla, die ebenfalls zum Ziel hat, das Elektrofahrzeug und damit das Thema Elektromobilität voranzubringen” teilte die Daimler AG eilig mit. Inwieweit wer von welcher Kooperation auch indirekt profitieren könnte, ist indes unklar. Branchenkenner sehen hinter den Meldungen freilich auch den Versuch Toyotas, sein angeschlagenes Image auf dem US-Markt wieder aufzupolieren, das unter dem Rückruf-Skandal der vergangenen Monate stark gelitten hat. Umweltfreundliche Autos stehen seit wenigen Jahren auch in den USA hoch im Kurs und eignen sich hervorragend zum Sammeln von Sympathiepunkten in der Bevölkerung.

Branchenkenner erwarten zudem in Bälde den Börsengang des kalifornischen Unternehmens. Einen entsprechenden Antrag hatte Tesla Motors bereits vor mehreren Wochen bei der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) gestellt. Ersten Schätzungen zufolge plant Tesla ein Anlagevolumen von rund 100 Millionen Dollar. (autaro)

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