Archiv für die ‘Tuning’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Mai 3rd, 2011

37918_1_5
(Foto: Volvo)
München, den 03. Mai 2011 (autaro) Mit zwei neuen Ausstattungslinien lockt der schwedische Hersteller Volvo potentielle Kunden in die Schauräume Seiner Händler. Dabei winken dem Käufer nicht nur exklusive Ausstattungsdetails und damit verbunden auch eine besondere Optik seines Volvo. Auch Modifikationen am Fahrwerk und ein besonders sportlicher Trimm ermöglicht eines der beiden Pakete. Flottenmanager und Käufer, die häufig auf einen neuen Volvo umsteigen, müssen sich allerdings keine Gedanken über Rest- und Wiederverkaufswert machen, denn die Sondermodelle verraten sich nicht durch auffällige Schriftzüge oder spezielle Logos. Auch hinsichtlich der Einstufung bei der Kfz-Versicherung oder Wertberechnung bei der Kasko-Versicherung ergeben sich keine Änderungen.

Neu sind die Ausstattungslinien „Executive“ und „R-Design“. Dabei sollen die Executive-Modelle besonders Kunden Ansprechen, die Wert auf einen eleganten Auftritt legen. Währenddessen wollen die R-Design-Modelle besonders Kunden mit einem sportlichen Anspruch überzeugen. Am Beispiel der Oberklasse S80 verfügt die Design-Linie Executive neben der Serienausstattung zusätzlich über so feine Zutaten wie: eine besondere Ambientebeleuchtung, ein Premium-Soundpaket, Echtholzeinlagen, elektrische Sitzverstellung für beide Sitze in der ersten Reihe, verschiedene Leder-Applikationen sowie eine Metallic-Lackierung und besondere Leichtmetallfelgen im 18-Zoll-Format. Zudem nehmen die Passagiere auf den Premium-Polstern in aus Softleder Platz, womit die eigentliche Aufpreisliste dann auch praktisch hinfällig wird.

Das R-Design-Paket, das nahezu für alle Modelle der Schweden verfügbar ist, kommt mit einem besonders straffen Sportfahrwerk und weiteren optischen Details daher. Dazu zählen komplett in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger sowie eine besonders sportive Auspuffanlage. Hinzu kommen Alufelgen, die alleine den R-Modellen vorenthalten beleiben und die erstmals – zum Beispiel beim Crossover XC60 – auch im gewaltigen 20-Zoll-Format erhältlich sind. Spätestens mit den aufgezählten Zutaten hat sich Volvo endgültig vom pragmatischen Kasten-Format und skandinavischer Kühle verabschiedet. Derart emotional und luxuriös kam bisher kein schwedisches Automobil daher – allerdings auch selten ein Kombi, der weniger Wert auf maximale Transportkapazität legte. Speziell mit den Executive- und R-Design-Linien sind Autos der Marke Volvo mittlerweile echte Lifestyle-Produkte geworden. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

April 26th, 2011

corsa_opc
(Foto: Opel)
München, den 26. April 2011 (autaro) Insgesamt 500 Exemplare wird es zunächst vom Opel Corsa OPC in der „Nürburgring Edition“ geben und damit vom stärksten Opel Corsa aller Zeiten. Dabei beschränken sich die Modifikationen, die eine Leistungssteigerung um 18 PS ermöglichen, keineswegs nur auf Kleinigkeiten, etwa den Eingriff in die Motorelektronik. 210 PS beträgt die Leistung des Rennzwergs, während das maximale Drehmoment von 230 bis 266 Newtonmeter auf 250 bis 280 Newtonmeter stieg. Der Maximalwert ist dabei auch in der Nürburgring Edition als Overboost verfügbar, als nicht dauerhaft. Neben der bereits erwähnten Modifikation am Motormanagement kommt eine neue Abgasanlage zum Einsatz, außerdem wurde auf Kraftstoff mit 100 Oktan umgestellt. Die Fahrleistungen können sich sehen lassen: aus dem Stand auf Tempo 100 geht es in 6,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 Sachen an.

Fahrwerksseitig wurde ebenfalls Hand angelegt. An der Vorderachse verhindert ein Sperrdifferential, dass sich allzu viel Leistung in Gummispuren auf der Fahrbahn auflöst. Dazu kommen ein tiefergelegtes Fahrwerk mit neuer Feder-Dämpfer-Kennlinie und ein neu programmiertes ESP. Damit all dies nicht nach der nächsten Kehre am Brückenpfeiler endet, verzögert den Corsa „OPC Nürburgring Edition“ eine neue Bremsanlage von Spezialist Brembo. Auch das ABS wurde an diese angepasst. Zu erkennen gibt sich die exklusive Fuhre durch neue Farben, eine noch aggressiver dreinblickende Frontoptik, spezielle Alu-Felgen in mattem Grau und eine neue Abgasanlage. Zudem kündet ein Schriftzug in Schwarz-Rot von der legendären Rennstrecke, die namentlich Pate stand. Im Innern finden sich weiße Ziernähte, eine schwarze Spange im Lenkradkranz und ebenfalls „Nürburgring“-Prägungen im Lederbezug der Vordersitze.

Der exklusive Spaß kostet exakt 27.650,- Euro, Vollausstattung praktisch inklusive. Dabei ist noch nicht klar, wie viel vom teuren Super Plus der Power-Corsa pro 100 Kilometer verbraucht. Erfahrungsgemäß kommen recht ordentliche Beiträge zur Kfz-Versicherung und zur Kasko-Versicherung hinzu (hier können Sie vergleichen), jedenfalls ist der „normale“ Corsa OPC hier kein Sparmeister. Spaß ist aber garantiert. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

April 18th, 2011

270415-1
(Foto: Opel Presseservice)
München, den 18. April 2011 (autaro) Mit dem Insignia OPC „Unlimited“ kommt Opel „einem häufig geäußerten Kundenwunsch“ nach, wie Vorstandsmitglied Alain Visser zusammenfasst. Denn die bisher lieferbare OPC-Version des Opel-Topmodells regelte bei 250 Stundenkilometern automatisch ab. Dabei war das Potential des zwangsbeatmeten 2,8-Liter-Sechszylinders mit seinen 325 PS Leistung noch nicht ausgereizt. Wer den schnellsten Serien-Opel aller Zeiten in seine Garage stellten möchte, kommt außerdem in den Genuss eines Fahrertrainings. Dieses findet auf dem Opel-Testgelände in Dudenhofen unter der Federführung von DTM-Legende Joachim Winkelhock statt und ist im Ulimited-Paket inklusive.

Der Rest ist bereits von dem keineswegs langsamen Topmodell aus dem Opel Performance Center (OPC) bekannt: lieferbar als Limousine oder als Kombi, serienmäßig mit manuellem Sechsganggetriebe oder mit einer sechsstufigen Automatik kombiniert. Der Sprint aus dem Stand auf Landstraßenhöchstgeschwindigkeit gelingt der Limousine mit Schaltbox in sechs Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei dieser Version bei den bereits erwähnten 270 Sachen. Zu erkennen gibt sich die „offene“ Variante an neuen Skalen für Tacho und Drehzahlmesser, außerdem kündet ein blauer Schriftzug der Marke Brembo auf den vorderen Bremssätteln. In Planung ist außerdem eine limitierte Version in mattem Schwarz – unter Tunern derzeit ein echter Trend, bei dem eine Folie auf den Lack gezogen wird.

Zu haben ist der Insignia OPC Unlimited für 48.604 Euro, dafür bekommt man die Limousine mit Handschaltung. Verglichen mit der etablierten Konkurrenz aus dem Hause BMW oder Audi, die sich in diesen Bereichen der Höchstgeschwindigkeit bewegt, ein echtes Schnäppchen. Zumal die Ausstattung bereits serienmäßig beinahe alles einfasst, was einem lieb und (in anderen Fällen) teuer ist, Allradantrieb inklusive. Nicht zu übersehen ist freilich der Durchschnittsverbrauch, den Opel mit 10,6 Litern Benzin pro 100 Kilometer angibt, der sich aber mühelos auch auf 15 Liter steigern lässt. Hinzu kommen recht hohe Beiträge für die Kfz-Versicherung (hier können Sie vergleichen) und ein ordentlicher zu erwartender Wertverlust. Doch aus purer Vernunft wird sich einen solchen Opel ohnehin niemand in seine Garage stellen. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

April 13th, 2011

München, den 13. April 2011 (autaro) Eines der heißesten Eisen aus dem Hause BMW ist seit jeher der M3. Ein bisschen heißer allerdings war stets die besonders leichte CSL-Version, CSL stand dabei für „Coupé Sport Leichtbau“. Der direkte Nachfolger ist das BMW M3 GTS Coupé, das mit 450 PS Leistung und einem Leergewicht von 1.530 Kilogramm für ein sensationelles Leistungsgewicht von 3,4 Kg pro PS und dementsprechende Fahrleistungen sorgt.

Auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt schießt BMW nun die viertürige Version des M3 GTS nach und damit quasi den Rennwagen für die ganze Familie. Wie das Coupé verfügt die Limousine über den 4,4-Liter-V8, der allerdings nicht 450 PS sondern mit 440 PS insgesamt zehn Pferdestärken weniger leistet. Dafür kommt bei der Power-Limo das moderne Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz, das die Kraft des Achtenders praktisch zugkraftunterbrechungsfrei auf die Hinterachse loslässt. Eine Sportbremsanlage sorgt neben Reifen der Dimension 255/35 vorne und 285/30 hinten für adäquate Verzögerung, die Beschleunigung von Null auf Tempo 100 dürfte nahe an den 4,4 Sekunden des Coupés liegen. Dieses erreicht auf freier Strecke übrigens eine Höchstgeschwindigkeit von 305 Stundenkilometern. Die Preise für die Limousine stehen noch nicht fest, ebenso wenig die zu erwartenden Kosten für die Kfz-Versicherung. Die Werte, ebenso der Durchschnittsverbrauch, dürften aber ebenfalls nahe bei denen des Coupés liegen – der Dreitürer verbraucht auf 100 Kilometer 12,7 Liter Super Plus, sein Grundpreis liegt bei 136.850 Euro.

Im Gegensatz zum serienmäßigen BMW M3 wird der GTS übrigens direkt auf Kundenwunsch gefertigt und per Einzelabnahme für den Straßenverkehr zugelassen. Die Handgeschmiedeten Leichtmetallfelgen sind dabei neben den besonders aerodynamischen Außenspiegeln und dem auffälligen Dach aus Kohlefaser nicht das einzige Individualisierungsmerkmal, prinzipiell sind den Wünschen des Kunden keine Grenzen gesetzt. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

April 1st, 2011

München, den 01. April 2011 (autaro) Die Fahrleistungen des neuen Porsche Panamera Turbo S muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Von Null auf Tempo 100 katapultiert der 4,8-Liter-V8 die knapp zwei Tonnen schwere Limousine in 3,8 Sekunden und Schluss ist erst bei 306 Sachen. Dabei stemmen sich mächtige 750 Newtonmeter maximales Drehmoment auf die Antriebswelle, mit Overboost-Funktion sind es sogar satte 800 Nm. Für das Extraquäntchen Power muss der Fahrer nur die Sport- oder Sport Plus- Einstellung des serienmäßigen Sport Chrono Paketes wählen. Gegenüber dem Panamera Turbo ohne „S“ ist die Leistung also um 50 PS gestiegen, wenngleich der Verbrauch praktisch gleich geblieben sein soll. 11,5 Liter Benzin fließen laut Porsche pro 100 Kilometer durch die acht Zylinder, ein sehr vorsichtiger Gasfuß wird hierbei vorausgesetzt.

Das Mehr an Leistung resultiert auf einer modifizierten Motorelektronik und aus Veränderungen der beiden Turbolader. In letzteren drehen sich nun Turbinenräder aus Titan und Aluminium, die nochmals sensibler auf Gasbefehle ansprechen. Dazu kommt serienmäßig die Sportabgasanlage, die für einen noch kernigeren Sound sorgt, während die Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) bei schneller Fahrt hilft, Seitenneigungen der Karosserie zu reduzieren. Außerdem kommt an der hinteren Achse eine variable Momentverteilung mit elektronischer Hinterachs-Quersperre zum Einsatz, wodurch die Traktion nochmals verfeinert werden konnte. Der vergleichweise geringe Kraftstoffverbrauch geht übrigens teilweise auf Leichtlaufreifen zurück, die das ganze Jahr über montiert bleiben. Wie bisher sorgt ein siebenstufiges Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) für zugunterbrechungsfreies Schalten, nach wie vor kann der Fahrer auch manuell eingreifen.

Und auch an die Optik haben die Entwickler gedacht, die meisten Fahrer wollen schließlich auch zeigen, dass sie das exklusive Topmodell über die Prachtboulevards dieser Welt steuern. Serienmäßig steht der Turbo S auf wuchtigen 20-Zoll-Alus, unter denen gelb lackierte Bremssättel hervor blitzen. Wer dann noch Zweifel hat, beachte die dezente Spurverbreiterung und den in Wagenfarbe lackierten Heckspoiler, der bei höheren Tempi oder auf Knopfdruck automatisch ausfährt. Wer einen Porsche Panamera Turbo S haben will, muss sich noch bis Juni gedulden. Und bis dahin möglichst schon einmal die 167.291 Euro Einstiegspreis locker machen. An die Folgekosten wie etwa die Kfz-Steuer oder die Beiträge für die Kfz-Versicherung sollte man freilich auch kurz nachdenken. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Februar 5th, 2011

renault_wind
München, den 05. Februar 2011 (autaro) Dass im Hause Renault tatsächlich ein frischer Wind weht, belegt ein kleines Cabriolet mit versenkbarem Hardtop auf Basis des Renault Twingo. Es heißt schlicht „Wind“. Mit seiner spektakulären Optik soll es eine besonders junge und dynamische Kundschaft für sich begeistern, was, so sieht es zumindest bisher aus, auch tatsächlich zu klappen scheint. Trotzdem können sich die Verkaufszahlen bei weitem noch nicht mit dem erfolgreichen 207 aus dem Hause Peugeot vergleichen. Der 207 ist der Nachfolger des 206, mit dem Konkurrent Peugeot das versenkbare Hardtop in die Kompaktklasse brachte und mit der Produktion schließlich kaum noch hinterher kam.

Nun teilt Renault mit, dass der Neue als Sondermodell Renault Wind Gordini auf dem Genfer Autosalon zu sehen sein wird, der seine Pforten vom 03. bis zum 13. März dieses Jahres öffnen wird. Wie schon der Renault Twingo Gordini soll der Wind eine Reminiszenz an legendären Rennwagen Amedée Gordinis sein und kommt daher im typischen Gordini-Blau mit weißen Rallye-Streifen. Weiterhin unterstreicht der Wind Gordini seinen sportlichen Anspruch äußerlich durch weiße Außenspiegelgehäuse und 17-Zoll-Alus, sowie durch getönte Seitenscheiben. Auch im Innenraum herrscht Exklusivität. Hier wurden spezielle Lederpolster in Schwarz mit blauen Applikationen vernäht, dazu farblich passend kommt ein schwarz-blaues Lederlenkrad zum Einsatz. Für das Finish sorgen Schriftzüge des Namensgebers, unter anderem auf dem Schaltknüppel-Knauf.

Ab wann der Wind als RS Gordini zu kaufen sein wird, ist ebenso wenig geklärt, wie die Preisfrage. Vermutlich wird der Marktstart Mitte des Jahres erfolgen, da die Cabriosaison schließlich mit dem Herbst endet. Preislich könnte das Sondermodell ein Kracher werden, zumindest wenn Renault die Philosophie des Twingo RS Gordini fortsetzt. Dieser ist ab 16.990 Euro erhältlich, Topmotorisierung und nahezu komplette Ausstattung nebst Klimaautomatik, Ledersitzen und vielem mehr inklusive. Es sollte lediglich bedacht werden, dass solch potente Benziner gerne einmal einen Liter mehr trinken und dass Cabrios naturgemäß bei der Kfz-Versicherung ein wenig mehr kosten können - auch mit Metalldach (autaro)
(Fotos: Renault)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 31st, 2011

alpina_b5
München, den 31. Januar (autaro) Käufer eines Alpina wissen seit jeher nicht nur die Exklusivität der Modelle aus dem Allgäu zu schätzen, von der in jedem Exemplar eine Plakette mit Seriennummer zeugt. Auch die dezente Art und Weise, mit der die bayerischen Boliden an die Sache gehen, macht den Charakter von Alpina aus. Leistung in jeder Situation satt, aber eben auch Noblesse und in gewisser Weise Understatement. Ein BMW M5 geht giftiger zu Werke, macht die Runde auf der Rennstrecke ein wenig schneller. Aber der Alpina kann eben auch ganz die komfortable Reiselimousine sein und schreit den Betrachter nicht so nervös an.

Optisch durch und durch Alpina

Das besagte Understatement kommt zuerst in der Optik zum Tragen. Der Alpina B5 Biturbo, in unserem Falle im klassischen Alpina-Blau lackiert, steht auf wuchtigen Speichenfelgen in klassischer Alpina-Optik. Die Nebelscheinwerfer des 550i, auf dem der Alpina basiert, mussten Platz machen für größere Lufteinlässe. Die tief nach unten gezogene Frontschürze macht klar, wo Hammer hängt, ohne dabei zu krawallig rüberzukommen. Allein am Heck, wo vier große Auspuffendrohre ins Freie ragen, kommt ab und an die Frage auf, ob das noch zur traditionellen Zurückhaltung des Hauses Alpina passt. Traditionell trägt der B5 hingegen die typischen Zierstreifen und liegt zehn Millimeter tiefer.

Auch innen alles, wie wir es kennen

Typisch Alpina auch der Innenraum, der Kundenkreis besteht hauptsächlich aus Traditionalisten. Die vier Rundinstrumente haben blaue Ziffernblätter, die einen tollen Kontrast zu dem typischen Myrte-Wurzelholz bilden, das diesen warmen, typischen Alpina-Ton zaubert. Handschuhweiches Leder und das übliche, BMW-typisch penible Finish verströmen Wohlfühlambiente. Wer es moderner und vielleicht ein wenig kühler mag, kann auf Wunsch auch Applikationen in Piano-Lack haben. Das Sportlenkrad liegt immer griffig zur Hand, die BMW-Sitze lassen sich auf praktisch Jeden Körpertyp einstellen – hier werden lange Reisen ebenso zur Spaßtour wie die Hatz auf der Rennstrecke. Wer die Gänge per Hand sortieren möchte, kann dies über den Joystick auf der Mittelkonsole tun, oder über die beiden Tasten am Volant, rechts wird hochgeschaltet, links runter. Ambitionierte Fahrer werden unterdessen zu schätzen wissen, dass der Alpina auch tatsächlich den gewählten Gang hält.

V8-Blubbern oder giftiges Bellen

Bereits nach dem Start wird klar, mit was für einem potenten Motörchen man es hier zu tun hat. Dumpfes, bassiges Grollen macht sich von außen vernehmbar, im Innern im Stand allerdings noch kaum. Der Motor nimmt spontan Gas an, dreht willig bis 5.500 Touren, wo die Nenndrehzahl erreicht wird. Dabei muss die Drehfreufe prinzipiell gar nicht ausgereizt werden, das maximale Drehmoment von 700 Newtonmetern liegt bei 3.000 Touren an, aber schon aus dem Stand heraus reicht das Drehmoment völlig für adäquates Fortkommen aus. Dabei wechselt der Motor gekonnt in verschiedene Tonarten, vom dezenten, dumpfen Grollen über ein heiseres Fauchen bis in das typische, metallische V8-Hämmern, wenn man bis vor den Drehzahlbegrenzer Gas gibt. Dabei harmoniert der Bitorbo ganz hervorragend mit der Achtstufenautomatik. Bei normaler Gangart bekommen Fahrer und Passagiere praktisch nicht mit, in welchem Gang sie sich gerade befinden bzw. ob gerade ein Gang gewechselt wurde. Doch so sanft wie das Getriebe zivil zu Werke geht, so pfeilschnell kann es auch auf der Rennstrecke. Wählt man die Dampfer-Kennlinie „Sport“ für das Fahrwerk und über den Joystick das Sportprogramm für die Automatik, wird der Alpina zum Leistungssportler. Dann wechselt die Automatik die Gänge ungefähr in 150 Millisekunden und blendet während der Gangwechsel die Zylinder aus. Das hat den Effekt, dass die Maschine zwischendurch gierig jappst und ist im Rennsport ein probates Mittel für die Optimierung der Schaltvorgänge.

Physikalische Grenzen werden relativiert

Von Null auf Tempo 100 beschleunigt der Alpina B5 Biturbo in 4,7 Sekunden, Schluss ist erst bei 307 Sachen. Dabei kann der Alpina seine Arbeit dermaßen unaufgeregt erledigen, dass die ganze Familie mit sicherem Gefühl in Rekordzeit über lange Distanzen gebeamt werden kann. Am meisten Spaß machen freilich Zwischenspurts oder Beschleunigungsorgien in den höheren Gängen, stets von dezentem Grollen begleitet. Allein die Niederquerschnitts-Schlappen der Dimension 8,5 x 20 255/35 ZR20 vorn und 9,5 x 20 285/30 ZR20 hinten haben die Tendenz, Spurrillen zu folgen, was den ansonsten stoischen Geradeauslauf ein wenig einschränkt.

An der Kasse hört der Spaß auf

All der spaß wird nicht billig, das kann man sich schon beim ersten Blick denken. 95.400 Euro muss man anlegen, wenn man den Alpina B5 Biturbo sein eigen nennen will. Dazu kommen dank des Hubraums von knapp 4,4 Litern erkleckliche Kfz-Steuern und auch die Kfz-Versicherung ist für dieses Modell kein Schnäppchen. Der Verbrauch (im Test waren durchschnittlich um die 13 Liter) geht angesichts der hervorragenden Fahrleistungen in Ordnung, auch wenn der angegebene Drittelmix von 10,8 Liter pro 100 Kilometer allenfalls bei sehr vorsichtiger Gangart erreicht wird. Als Gegenwert erhält man eine hoch exklusive Powerlimousine, die die ganze Familie höchst entspannt von A nach B fliegt und mit der man zwischendurch auf der Rennstrecke noch so manchen Porsche nass machen kann. (autaro)
alpina_b5_2
(Fotos: Alpina)

 

Zurück zum Seitenanfang

Januar 24th, 2011

ds3_racing
München, den 24. Januar (autaro) Das Markenprofil des französischen Herstellers Citroën wurde seit Gründung des Unternehmens stets von hohem Komfort und zukunftsweisender Technik bestimmt. Der legendäre Oberklassewagen der DS-Serie, unter Kennern schlicht „Göttin“ genannt, inspirierte die Franzosen zuletzt zur Neuauflage einer DS-Serie, allerdings nicht im Retro- sondern im strikten „Antiretro-Stil“, wie es bei Citroën heißt. Und eben jene DS-Serie soll nun auch das sportliche Profil der Marke schärfen, den Anfang macht der DS-3 Racing.

Die hauseigene Rennsportabteilung Citroën Racing kitzelte dafür noch einmal eine ordentliche Extramenge Leistung aus dem 1,6-Liter-Turbo, der den bis dahon stärksten DS3 antreibt. Von 156 PS stieg die Nennleistung auf stolze 207 PS. Auch das maximale Drehmoment stieg von 240 auf 275 Newtonmeter und spreizte sich um ganze 500 Touren im Drehzahlband. Dafür liegt es aber auch erst 600 Touren später an. Die Fahrleistungen können sich angesichts der Modifikationen an Kolben, Turbolader und Motorsteuerung sehen lassen: die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 235 Sachen, den Sprint von Null auf Tempo 100 erledigt der giftige Franzose in 6,5 Sekunden. Auch das Fahrwerk wurde der Mehrleistung angepasst und 30 Millimeter tiefer gelegt, zusätzlich erhielt der DS größere Bremsscheiben und breitere Schlappen auf chicen 18-Zöllern. Das Fahrverhalten ist dank des niedrigen Gewichts con nur 1.165 Kilogramm vergleichsweise agil, der DS3 Racing liegt wie das sprichwörtliche Brett.

Citroën will das Topmodell der Reihe besonders exklusiv halten und legt pro Jahr nur 2.000 Exemplare auf. Nach Deutschland werden insgesamt sogar nur 340 Stück exportiert. Lediglich in der Farbkombination Schwarz-Orange und Weiß-Grau sind die Rennsemmeln verfügbar, 200 der für Deutschland vorgesehenen Charge sind übrigens bereits verkauft. Und das, obwohl der Franzose gute 2.700 Euro teurer ist, als ein VW Golf GTI – aber eben auch einen Hauch exklusiver. (autaro)

 

Zurück zum Seitenanfang

Dezember 11th, 2010

preview_bmw_m1series_coupe_081
München, den 11. Dezember (autaro) Die M GmbH von BMW ist bekannt dafür, Renntechnik auf die öffentliche Straße zu bringen, ob BMW M6, M5 oder M3 – alle sind bereits jetzt Legenden und quasi die Referenz in Ihrer Klasse. Dabei konnte man sich bei BMW bis jetzt nicht dazu durchringen, einen Supersportler auf Basis des 7ers oder des 1ers zu bringen. Bis jetzt. Denn ab Mai 2011 können Freunde der rasanten Fortbewegung das 1er M Coupé bestellen und damit die vielleicht kompromissloseste Fahrmaschine in der Kompaktklasse. Dabei rückt BMW vom reinen Hochdrehzahl-Konzept ohne Turboaufladung ab, der 1er kommt mit einem doppelt aufgeladenen Dreiliter-Reihensechszylinder, der den Kraftstoff direkt in die Brennräume spritzt. Derart befeuert leistet die Maschine 340 PS, wodurch sich ein beachtliches Leistungsgewicht von 4,4 PS pro Kilo ergibt. Das knapp 1,5 Tonnen schwere Coupé rennt damit 250 Sachen (elektronisch begrenzt) und beschleunigt in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo. Tempo 200 wird übrigens schon nach 17,3 Sekunden erreicht; auch heute gibt es noch Autos, die die Gleiche Zeit für Tempo 100 brauchen.

Optisch wird klar, wo der Hammer hängt

Von seinen „zivilen“ Geschwistern hebt sich das M Coupé deutlich ab. Das von der Rennstrecke adaptierte Fahrwerk ist um ganze 55 Millimeter breiter geworden, 1.803 Millimeter misst es nun in der Breite. Optisch macht sich dies in deutlich weiter ausgestellten Radhäusern bemerkbar, die von 9×19-Felgen mit Niederquerschnittsreifen der Dimension 245/35 an der Vorderachse und 265/35 hinten ausgefüllt werden. Die Luftführung im Bereich der Radhäuser wird übrigens zum ersten Mal in einem Serienauto durch sogenannte Air Curtains verbessert, bislang gab es diese nur im Rennsport. Darüber hinaus wurden für die M-Serie neue Außenspiegel entwickelt, auf dem vorderen Radhaus glänzt das M-typische Kiemenelement in Chrom mit M-Logo. Und schließlich blitzt das M-Coupé besonders giftig aus den Scheinwerfer-Augen, zusätzlich zu den BMW-typischen LED-Kränzen um die Doppelscheinwerfer setzten die Designer einen LED-Akzent im oberen Bereich der Scheinwerfer. In der Tuning-Szene nennt sich das „Böser Blick“. Am Heck blickt man in die vierflutige Auspuffanlage, ebenfalls speziell gestaltete Leuchtelemente und auf einen dezenten Spoiler.

Sportlich geht es auch im Innenraum zu

Der brachiale Auftritt findet eine feine Fortsetzung im Innenraum. Die serienmäßigen Sportsitze sind mit orangefarbenen Kontrastnähten vernäht, ebenso finden sich solche Nähten am Sportlenkrad, am Handbremsknauf und dem Schaltknüppel. Außerdem ziehen sich orangefarbene Nähte durch die mit Alcantara ausgeschlagenen Türverkleidungen und das Armaturenbrett. Ebenso der M-Version vorbehalten ist ein Tacho mit Skalierung bis 300 km/h auf grau hinterlegten Zifferscheiben, die nachts weiß beleuchtet werden. Geblieben ist das BMW-Rot allein den Zeigern. Das Bedienkonzept iDrive der neuesten Generation sowie die übrigen Bedienelemente für das Radio und die Klimaanlage kennen wir von den kleineren 1ern, hier funktioniert alles tadellos. Allein das M-Lenkrad weist eine Besonderheit auf. Hier kann der Fahrer per Knopfdruck die Kennlinie des Fahrzeugs auf Sport trimmen, wodurch dann auch die elektronischen Wächter später in das Fahrgeschehen eingreifen und selbst kleinere Drifts zulassen. Der linke Fuß des Fahrers ruht sich von der Kuppelarbeit auf einer Fußstütze aus Aluminium aus. Und wie bei BMW üblich, gibt es für Spaß an der Spielerei und für den Komfrt praktisch nichts, was es nicht gibt. Selbst mit mobilem Internet lässt sich der 1er ausrüsten, freilich gegen entsprechende Aufpreise.

Sechsgang-Schaltgetriebe, ohne Alternative

Geschaltet wird der Reihensechszylinder ausschließlich über ein manuelles Sechsgang-Getriebe, eine Automatik oder ein Doppelkupplungsgetriebe sind nicht in Planung, ebenso wenig wie ein sequenzielles Getriebe. Dazu treibt der Motor, wie wir es von den Bayern kennen, die Hinterachse an. Dieser 1er ist, man kann es nicht oft genug sagen, eine echte Fahrmaschine. Selbst das Kühlsystem wurde auf der Rennstrecke entwickelt.

Der Sechszylinder macht süchtig

Direkt nach dem Drücken des Startknopfes faucht der BMW heiser aus seinen sechs Töpfen. Das maximale Drehmoment kann per Overboost auf 500 Newtonmeter gesteigert werden und liegt bereits bei 1.500 Touren an. Damit ist schaltfaules Fahren in den oberen Gängen ebenso möglich, wie echter Rennsport im hohen Drehzahlbereich. Derart mühelos dreht kaum ein anderer Motor hoch, praktisch spielerisch wirft sich der Benziner in den Begrenzer. Und das mit einem Sound, der süchtig macht.

Preise stehen noch nicht fest

BMW gibt noch keine Preise für das Vergnügen mit M-Emblem an. Vermutlich wird das M Coupé aber ein wenig oberhalb von 50.000 Euro zu finden sein. Beachtlich ist indes der Durchschnittsverbrauch, den BMW mit angemessenen 9,6 Litern je 100 Kilometer angibt. Daneben sollten Käufer bedenken, dass die M-Modelle aus dem Hause BMW auch bei der Kfz-Versicherung ordentlich hinlangen (hier finden Sie weitere Informationen und können umfassend vergleichen). Wer dieses Auto aber einmal gefahren ist, will sich über solch profane Angelegenheiten sicher nicht den Kopf zerbrechen. (autaro)
preview_bmw_m1series_coupe_01
preview_bmw_m1series_coupe_03
preview_bmw_m1series_coupe_04
preview_bmw_m1series_coupe_02
preview_bmw_m1series_coupe_09
preview_bmw_m1series_coupe_14
(Fotos: BMW)

 

Zurück zum Seitenanfang

Dezember 1st, 2010

opel_calibra
München, den 01. Dezember (autaro) Der Opel Calibra, seinerzeit der Wagen mit der besten Aerodynamik weltweit, erfreute sich in der ganzen Welt großer Beliebtheit. Das Sportcoupé auf Basis des Opel Vectra A wurde in Australien als Holden Calibra, im Vereinigten Königreich als Vauxhall Calibra und in Südafrika als Chevrolet Calibra vermarktet, auch diese Ableger glänzten durch ordentliche Stückzahlen. Doch seit die Produktion im Jahr 1997 nach sieben Produktionsjahren eingestellt wurde, konnte man sich in der Chefetage von General Motors (GM) nicht für einen Nachfolger entscheiden, der Calibra wurde ersatzlos gestrichen. Und so beliebt er auch war, die legitime Nachfolge des legendären Opel Manta konnte er nie antreten.

Nun verkündete Nick Reilly, Europa-Chef bei GM, es werde wieder eine Neuauflage des Opel Calibra geben. Optisch wird sich der Sportwagen eng an der Studie Opel GTC Concept orientieren, die Opel auf dem Genfer Automobilsalon 2007 gezeigt hatte. Dass der 2+2-Sitzer aber kein Leichtgewicht mit Toprundenzeiten auf den Rennstrecken dieser Welt werden dürfte, hat Tradition. Eher ein schnittiges Coupé mit hoher Alltagstauglichkeit – wie schon sein Vorgänger eben. Als technische Basis dient der Opel Insignia, mit dem sich der Neue auch die Motorenpalette teilen wird. Sparsame Turbodiesel werden daher ebenso für Vortrieb sorgen, wie kleinere und ebenfalls aufgeladene Benziner. Topmotorisierung dürfte der aus dem Insignia OPC bekannte, doppelt aufgeladene 2,8-Liter-V6 mit 325 PS Leistung und 435 Nm maximalem Drehmoment bei 5250 U/min sein. Ob er modifiziert noch mal eine Schippe obendrauf legen wird, ist noch nicht klar. Im Opel Insignia sorgt er jedenfalls mit abgeregelten 250 Sachen Spitze und einer Beschleunigung von Null auf Tempo 100 in gut sechs Sekunden für gute Fahrleistungen. Wie die Limousine dürfte das Coupé über einen permanenten Allradantrieb verfügen und das eine oder andere Kilo zu viel mit sich herumschleppen. Grundsätzlich hielt sich Reilly mit weiteren Details zurück. Er sieht den neuen Calibra wohl als erstzunehmende Konkurrenz für Audi A5 oder das 3er Coupé von BMW. Ob und wie viele potentielle Kunden Opel der etablierten Konkurrenz mit diesem Geschoss wird streitig machen können, entscheidet letztlich auch der Preis. Bei den laufenden Kosten hält sich die Power-Limousine Insignia in Anbetracht der hohen Leistung mit Einstufung in Typklasse 17 bei der Haftpflicht-Versicherung jedenfalls angenehm zurück. Ebenfalls beim Einstiegspreis von 44.900 Euro – der hohe Durchschnittsverbrauch des zwangsbeatmeten Sechszylinders will ja auch irgendwie ausgeglichen werden. Im Praxistest ergaben sich Werte zwischen 12 und 15 Litern auf 100 Kilometer, was eindeutig nicht mehr den Zeitgeist trifft. (autaro)

Zurück zum Seitenanfang