Archiv für die ‘Wirtschaft’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

August 9th, 2011

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(Foto: Opel)
München, den 09. August 2011 (autaro) Nach all den widersprüchlichen Meldungen der vergangenen Monate und Jahre und nachdem Opel bereits kurz vor der Abwicklung stand, kam die Nachricht in diesem Jahr überraschend: sowohl die Konzernmutter General Motors (GM) befindet sich wieder in der Gewinnzone als auch die deutsche Tochter Opel. Neue Modelle, darunter vor allem der Astra und der Insignia, finden Anklang bei der Kundschaft und zwischenzeitlich hatte die Kaufkraft dank der guten Konjunktur kräftig angezogen. Dass diese Entwicklung anhält, kann man nur hoffen, Opel will jedoch nichts dem Zufall überlassen.

Um weiter Kunden zu gewinnen bauen die Rüsselsheimer ab Anfang 2013 einen neuen Kleinstwagen, noch unterhalb des kleinen Corsa positioniert. Besonders sparsame Motoren, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und pfiffige Details sollen junge Menschen und urbane Pragmatiker von der Marke mit dem Blitz überzeugen. Zum guten Preis-Leistungs-Verhältnis gehört auch eine niedrige Einstufung bei der Kfz-Versicherung, niedrige Besteuerung und schließlich auch eine Version mit Elektroantrieb. Wann diese in Serie gehen könnte, ist allerdings noch unklar. Vom Marktstart an wird der Neue nur mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren verfügbar sein. Ebenfalls klar: bei dem Namen „Junior“ wird es nicht bleiben, die Marketingstrategen feilen bereits an einem neuen. Dieser dürfte der Opel-Linie folgend ebenfalls auf A enden. Gebaut wird der neue Opel im hochmodernen Werk im Thüringischen Eisenach (s. Foto). Da das Werk bereits mit einer Auslastung von rund 70 Prozent läuft, ist eine zusätzliche Halle in Vorbereitung. Die Investitionen in Höhe von 190 Millionen Euro wurden am gestrigen Montag (08. August) nach einem Treffen mit Landeswirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) bekanntgegeben. Das Land beteiligt sich hieran mit einem Zuschuss über 15,5 Millionen Euro.

Was der Neue kosten wird, ist derzeit noch Spekulation. Als sicher gilt jedoch ein Einstiegspreis von unter 10.000 Euro, denn die Konkurrenz aus Fernost hat in diesem Segment einen wahren Preiskampf entfacht. Das Design wird die aktuelle Linie der Opel-Modelle fortsetzen und will besonders mit frischen Farben und einem juvenilen Gesamtauftritt gefallen. Hinzu kommt die umfassende Opel-Garantie und im Vergleich zur deutschen Konkurrenz die aktuellste Technik – der VW Fox ist beispielsweise ein Dinosaurier gegen den neuen Opel. Gute Karten also für die Rüsselsheimer, die Erfolgssträhne könnte anhalten. (autaro)

 

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Juni 15th, 2011

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(Foto: Opel)
München, den 15. Juni 2011 (autaro) Wieder einmal sorgt die gebeutelte Tochter des US-Riesen General Motors (GM) für Aufruhr in der Fachpresse. Trotz steigender Marktanteile und ein Flut neuer Modelle wollen Gerüchte wissen, dass GM einen Verkauf Opels wegen hoher Defizite Plane. Im Gespräch seien bereits mehrere Interessenten, darunter auch das staatliche Konsortium Beijing Automotive Group (BAIC) aus China. Bereits vor zwei Jahren, als Opel infolge der Weltwirtschaftskrise akut vom Konkurs bedroht war, hatten die Chinesen Interesse an der Marke mit dem Blitz im Emblem gezeigt. GM hatte sich damals nach langen Verhandlungen auch mit der deutschen Bundesregierung überraschend dazu entschlossen, die Rüsselsheimer zu behalten. Neben China soll auch Volkswagen Interesse an seinem ewigen Konkurrenten gezeigt haben, allerdings räumen Wettbewerbsstrategen einem solchen Deal wenig Chancen ein.

Dass es nun wieder soweit sein soll, die deutsche Traditionsmarke doch noch abzustoßen, verblüfft. Zwar steckt Opel noch immer in den roten Zahlen, doch fährt GM im Heimatland wieder deutlich in der Gewinnzone und könnte es sich leisten, die positive Entwicklung Opel abzuwarten. Zudem stehen die Chancen mit weiteren Modellneuheiten besser denn je. Auch ein neues Cabriolet mit Metall-Klappdach auf Basis des neuen Opel Astra ist geplant. Der Viersitzer soll ab 2013 im polnischen Opwl-Werk Gleiwitz (Gliwice) entstehen und mit modernen Motoren, und einem fairen Einstiegspreis dem neuen Golf Cabriolet von VW Konkurrenz machen. Zudem verspricht Opel Bestwerte beim Durchschnittsverbrauch und annehmbare Kosten für die Kfz-Versicherung und bei der Kfz-Steuer. Der Vorgänger wurde ab 2010 nicht mehr produziert, nachdem Opel seit 2006 immerhin 75.000 Exemplare des Opel Astra Twin Top produziert hatte.

Wie es nun schließlich weitergeht, ist bislang nicht geklärt. GM sprach zunächst als Reaktion auf die Gerüchte über einen Verkauf Opels von „reinen Spekulationen“. Zu einem möglichen Verkauf nach China an BAIC wollten sich indes weder GM noch Opel selbst äußern. Immerhin bestätigten Unternehmenskreise mittlerweile den Inhalt eines Telefongesprächs, in dem GM-Chef Dan Akerson seinem Opel Chef Karl-Friedrich Stracke mitteilte, das “es derzeit weder Gespräche noch Kontakte mit anderen Herstellern über einen Verkauf” gebe. Nach einem eindeutigen Dementi klingt dies freilich nicht. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich bereits mehrfach zur Sache und forderte GM auf, für Klarheit zu Sorgen. Die ständige Verunsicherung der gut 40.000 Opelaner durch solche Gerüchte nütze niemandem.

In einem Interview mit der „Automobilwoche“ meldete sich zwischenzeitlich auch eine Stimme, die einem Verkauf an die Chinesen keineswegs negativ gegenübersteht. Der Aufsichtsratsvorsitzende der AVAG Holding, Albert Still, sagte: „Es würde sicher für Opel neue Märkte öffnen, wenn ein Chinese einstiege.“ Die AVAG stellt den größten Opel-Händler in Europa und ist mithin besonders an größerem Absatz der Traditionsmarke interessiert. (autaro)

 

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Juni 14th, 2011

München, den 14. Juni 2011 (autaro) Die Luxusmarke Maybach, von Mercedes im Jahr 2002 eingeführt, verkauft sich nicht gerade wie geschnitten Brot. Dabei sind die Probleme hausgemacht. Das Design wirkt nicht eigenständig, die Fachpresse schrieb zur Markteinführung stets von einer „aufgeblasenen S-Klasse“ oder einer „S-Klasse XXL“. Außerdem stehen bei der Konkurrenz wie Bentley (VW) oder Rolls Royce (BMW) ebenfalls Autos der High End Klasse und die verfügen über ein schärferes Profil und sind teilweise sogar noch deutlich billiger. Im Jahr 2009 brachte es Maybach in Deutschland nur noch auf 31 Zulassungen. Neben den aktuellen Modellen Maybach 57 und Maybach 62 stehen auch die Versionen 57 S und 62 S zur Wahl, deren Zwölfzylinder beachtliche 612 PS leisten. Außerdem eine Landaulet-Version, deren hinterer Teil über ein offenes Verdeck verfügt. Allerdings ist die Technik, darunter die fünfstufige Automatik, nicht mehr zeitgemäß, ebenso wenig der Verbrauch. Wer sein Geld tatsächlich in einen Maybach steckt, muss zu dem Verkaufspreis von 390.00. bis 523.000 Euro zudem exorbitante Beiträge zur Kfz-Versicherung einkalkulieren, von Benzinkosten und der Kfz-Steuer ganz zu schweigen. Immerhin kann der Fahrer eines Maybach Zeppelin, der seit 2009 angeboten wird und auf 100 Exemplare limitiert ist, sagen, dass er die teuerste Serienlimousine der Welt fährt. Preis: 560.000 Euro.

Um nicht gänzlich unrentabel zu arbeiten, muss sich Maybach für die nächste Modellgeneration allerdings etwas einfallen lassen. Noch im Joni will der Daimler-Konzern über die Zukunft der Marke entscheiden. Laut “Automotive News Europe” stehen zwei Szenarien zur Wahl: die Schließung oder eine Kooperation mit der britischen Edelmarke Aston Martin. In einem Interview der Fachzeitschrift spricht Daimler-Chef Dieter Zetsche von einer “höheren Wahrscheinlichkeit für eine positive Entscheidung” mit Hinblick auf eine Kooperation. Auch Aston Martin hat eine bewegt Vergangenheit hinter sich und ist seit 2007 nach dem Verkauf durch Ford wieder in britischer Hand. (autaro)

 

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Juni 8th, 2011

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(Foto: Opel)
München, den 08. Juni 2011 (autaro) Seit Jahren hat der deutsche Hersteller Opel, der zuletzt gar von der Insolvenz betroffen war und kurz vor der Abwicklung stand, nur noch Marktanteile verloren. Der Eigner und US-Riese General Motors (GM) hatte das Traditionsunternehmen sukzessive zu Grunde gerichtet, mit Gleichteilpolitik und drastischen Sparmaßnahmen. Seit der Insolvenz und massiven Investitionen in neue Modelle und Technologien geht es nun aber endlich wieder bergauf. Im siebten Monat nun befindet sich Opel in Folge deutlich im Aufwind, im Vergleich zum Vorjahresmonat konnten die Rüsselsheimer im Mai 26 Prozent mehr Absatz verzeichnen. Das macht, ebenfalls im Mai, ein Plus von 0,5 Prozent Marktanteil oder, in Fahrzeugen gerechnet, rund 24.000 Einheiten. Insgesamt konnte die Marke mit dem Blitz in den ersten fünf Monaten des Jahres gut 55.000 Fahrzeuge mehr verkaufen, als noch im vergangenen Jahr.

Den größten Anteil am Erfolg haben die neuen Modelle Meriva und Astra Sports Tourer. Der im spanischen Werk Saragossa gefertigte Kompaktvan Meriva verkauft sich so gut, dass bereits im ersten Jahr 150.000 Stück verkauft werden konnten – in dieser Woche wird also jubiliert. Ebenfalls erfreulich und emotional ein deutliches Signal: der deutsche Marktanteil ist auf 8,1 Prozent gewachsen, im Vergleich zum Vorjahr legte Opel in den ersten fünf Monaten um über 23 Prozent zu. Es scheint, als würden sich die Deutschen wieder mit Opel anfreunden, wo die Verkaufszahlen doch ausgerechnet hierzulande so niedrig waren wie nie. Alain Visser, bei Opel zuständig für Verkauf, Marketing und Aftersales: „Unsere Verkaufszahlen zeigen einen langfristigen, stabilen Aufwärtstrend. Und wir wachsen nicht nur dank des besseren wirtschaftlichen Umfelds, sondern können gegenüber den Wettbewerbern auch unseren Marktanteil kontinuierlich verbessern.“ Wisser betont mit Blick aufdie Wettbewerber außerdem: „Das ist in den vergangenen Monaten nur sehr wenigen Herstellern gelungen. Es zeigt, dass unsere neuen Fahrzeuge sehr genau den Ansprüchen unserer Kunden entsprechen“. Gerade letzteres war mit blick auf Deutschland noch vor wenigen Jahren nicht der Fall. Mit Qualitätsproblemen, einem wenig innovativen Design und offensichtlicher Gleichteilpolitik konnten die Rüsselsheimer auf dem anspruchsvollen deutschen Markt schlicht nicht mehr mithalten.

Ob die Marke mit dem Blitz dem ewigen Konkurrenten aus Wolfsburg je wieder wird auf die Pelle rücken können, bleibt unklar. Mit den aktuellen Modellen berufen sich die Rüsselsheimer jedenfalls wieder auf Kerntugenden vergangener Jahre, nämlich: solide Verarbeitung und durchdachte Raumkonzepte, eine gute Ausstattung zum fairen Preis und passable Verbrauchswerte sowie günstige Einstufungen bei der Kfz-Versicherung (hier können Sie vergleichen) und der Kfz-Steuer. Der Wertverlust eines Opel liegt allerdings noch immer oberhalb vergleichbarer deutscher Konkurrenten, dafür sind die Rüsselsheimer mit ihrer Lebenslang-Garantie Vorreiter in Sachen Vertrauensbildung in die Qualität. Opel ist jedenfalls eindeutig zurück. (autaro)

 

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Juni 6th, 2011

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München, den 06. Juni 2011 (autaro) Wer sich binnen der letzten zehn Jahre einen Kühlschrank, eine Waschmaschine oder ähnliches gekauft hat, kennt die Energie-Effizienz-Klassen, die von A bis G reichen und farblich skaliert sind. Eigentlich ist das bereits eine kleine Mogelpackung, denn oberhalb von „A“ gibt es noch effizientere Kategorien, nämlich beispielsweise „A+“ und “A++”. Wer sich nicht umfassend informiert hat und glaubt, mit einem „A“ den höchsten technischen Stand gekauft zu haben, ist bereits reingefallen.

Ähnlich wie bei solchen Haushaltsgeräten soll es künftig auch mit Autos funktionieren, so will es die Bundesregierung. Ab Herbst sollen die neuen Etiketten auch auf Neuwagen kleben, allerdings geht Deutschland – wie sollte es auch anders sein? – einen anderen Weg, als die europäischen Nachbarn. Denn um schweren und durstigen Modellen, wie sie besonders häufig in Deutschland produziert werden, keinen Wettbewerbsnachteil zu bescheren, richtet sich die Einstufung nicht schlicht nach dem Verbrauch oder dem damit verbundenen CO2-Ausstoß. Denn dann wäre ja sofort klar, wo die Reise eines Mercedes S600 oder BMW 760Li hingeht. In Deutschland wird es ein kompliziertes Verhältnis zwischen Gewicht und Verbrauch geben, das für jedes Modell extra errechnet wird. Noch ist nicht jedes Detail geklärt, es steht aber zu erwarten, dass auch Luxuslimousinen mit großem Diesel zumindest in die Nähe eines A+ oder A kommen werden, auch wenn sie erheblich mehr Kohlendioxid in den Äther blasen, als es ein Auto müsste. Auch der Bundesrat muss dem Beschluss noch zustimmen.

Das Fahrzeug-Bewertungsunternehmen Eurotax-Schwacke hat derweil die zehn effizientesten Fahrzeuge auf dem deutschen Markt ermittelt. Darunter befinden sich ausschließlich Diesel- und Hybridfahrzeuge, kein einziger Benziner findet sich im Ranking. Vertreten sind Klein- und Kompaktfahrzeuge der Marken Audi, Lexus, Peugeot, Skoda, Toyota, Volkswagen und Volvo. Da die vertretenen Modelle, die meist auf Zusätze wie „BlueMotion“ oder „DRIVe“ hören, in der Regel einen Zuschlag kosten, sollte man vor dem Kauf mit dem spitzen Bleistift rechnen. Meist lohnt sich der Aufpreis und man hat ihn dank des niedrigen Verbrauchs, der kleinen Beiträge zur Kfz-Versicherung (hier können Sie vergleichen) und günstiger Kfz-Steuern schnell wieder amortisiert. Nicht in jedem Falle rechnet sich aber die Anschaffung und ergibt in manchen Fällen erst ab beträchtlichen jährlichen Kilometer-Leistungen einen Sinn. (autaro)

 

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Mai 28th, 2011

München, den 28. Mai 2011 (autaro) Die Pläne der Bundesregierung, die LKW-Maut auch auf Bundesstraßen auszuweiten, haben am Freitag (27.05.) den Bundesrat passiert. Damit müssen Lastkraftwagen, die auf Bundesstraßen ausweichen um eventuell die Autobahn-Maut einzusparen, künftig auch dort zahlen. Welche Etappen betroffen sind, wird noch festgelegt. Es Handel sich laut Festlegung um alle Bundesstraßen-Etappen, die direkt an Autobahnen angrenzen und länger sind als mindestens vier Kilometer. Die Begründung der Bundesregierung: mittlerweile haben viele Bundesstraßen bereits das Ausbauniveau deutscher Autobahnen erreicht.

Durch die zusätzliche Maut errechnet sich die Bundesregierung Mehreinnahmen von rund 100 Millionen pro Jahr. Diese sollen ausschließlich dem Straßenbau zugute kommen und nicht im restlichen Steuer-Etat verschwinden. Allein durch die Autobahn-Maut hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr Einnahmen von rund 4,5 Milliarden Euro verbuchen können. Entgegen der landläufigen Meinung reicht dieser Betrag allerdings bei Weitem nicht aus, das Autobahnnetz zu finanzieren. Experten fordern daher, zumindest die Autobahnmaut auch auf PKW auszudehnen. Ob und wie weit sich dadurch auch die Kfz-Steuer für deutsche Halter reduzieren könnten, ist noch nicht klar. Automobilverbände klagen über steigende Kosten für Kraftstoff, Kfz-Versicherung und über ungleichmäßige Besteuerung. Dies summiere sich für viele Autofahrer immer mehr zum Hindernis, sich überhaupt ein Auto zuzulegen. Umweltverbände halten dagegen, die Fahrer könnten schließlich auf preiswertere Modelle umsteigen, die weniger Benzin oder Diesel verbrauchen, die niedriger besteuert werden und günstig bei der Haftpflicht- oder Kasko- Versicherung eingestuft werden (hier können Sie die gängigen Modelle vergleichen).

Anwohnern solcher Bundesstraßen, die künftig zu bezahlen sind, atmen unterdessen auf. Zwar wird innerhalb von Ortschaften keine Maut erhoben, doch vielerorts führen die Strecken Ort um Ort an Wohnhäusern vorbei. Durch die Neuregelung lohnt es sich für Lastkraftfahrer und Fuhrunternehmer nicht mehr, auf Bundesstraßen auszuweichen, was eine immense Entlastung solcher „Transit-Orte“ nach sich ziehen dürfte. (autaro)

 

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Mai 17th, 2011

München, den 17. Mai 2011 (autaro) Winfried Kretschmann, der erste grüne Ministerpräsident Deutschlands, will das Thema Elektromobilität ernsthaft angehen. Dabei macht er auch vor dem Fuhrpark der grün-roten Landesregierung nicht halt. Geht es nach ihm, wird diese künftig in sauberen Hybrid- und Elektrofahrzeugen unterwegs sein, statt in spritfressenden Luxuslimousinen mit Acht- oder Zwölfzylinder. Sollte das Beispiel Schule machen, könnte der Steuerzahler hierdurch zusätzlich entlastet werden. Denn die großen Limousinen, in denen Politiker bislang gerne durch die Gemarkungen brausen, verbrennen nicht nur reichlich teuren Kraftstoff. Auch bei der Kfz-Versicherung oder mit Blick auf den Wertverlust schlagen sie sehr üppig zu Buche. Über den Dienstwagen des Ministerpräsidenten selbst war noch nichts zu erfahren. Er reist bislang in einer E-Klasse von Mercedes, die mit Erdgas betrieben wird. Sein übergewichtiger Vorgänger Stefan Mappus (CDU), der nicht zuletzt wegen seiner vehementen Befürwortung der Kernenergie seinen Hut nehmen musste, verbrannte noch mit Freude teures Super in den zwölf Brennräumen seines Mercedes S600 (517 PS) – auf Kosten der Steuerzahler, versteht sich.

Wer nun aber denkt, Mappus wäre mit seiner Fahrzeugwahl ein Einzelgänger, der irrt. Immerhin greifen die meisten Politiker mittlerweile meist zum Diesel. Doch ein Sechs- oder Achtzylinder muss es in der Regel schon sein, wenngleich dieser weniger verbraucht, als ein zwölfzylindriger Benziner. Die Bewegung der Kretschmann-Regierung dürfte jedenfalls so manchen Volksvertreter nachdenklich stimmen und in Sachen Image ein wenig Druck auf die Mitstreiter ausüben.

Dass freilich auch die Bundeskanzlerin oder beispielsweise der Bundesinnenminister im großhubigen Benziner unterwegs ist, wird so mancher der von Kritik betroffenen sicherlich anmerken. In diesem Falle geht allerdings die Sicherheit vor den Umweltschutz. Kanzlerin Merkel fährt als Dienstwagen einen Audi A8, ebenfalls mit Zwölfzylinder, aber eben auch mit der höchsten verfügbaren Sicherheitsstufe. Dieses Schwergewicht will im Ernstfall auch bewegt werden. (autaro)

 

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Mai 13th, 2011

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(Foto: Volvo)
München, den 13. Mai 2011 (autaro) Was haben die Amerikaner, namentlich der Autoriese Ford, da nur falsch gemacht? Jahrelang hatte die schwedische Traditionsmarke Volvo nur Verluste eingefahren und das sehr ordentlich. Ebenso wie Jaguar gehörten die Schweden zu einer Markengruppe unter dem Ford-Dach, die Premium liefern sollte, aber sich nicht richtig entwickeln konnte. So meckerten die Fahrer eines Jaguar berechtigter Weise über Fensterheber-Schalter aus dem Ford Mondeo. Oder Volvo-Fahrer über die mangelnde Zuverlässigkeit und Qualitätsprobleme, die man so aus Schweden nicht gewohnt war.

Seit die Schweden sich in Chinesischer Hand unter den Fittichen der Konzernmutter Geely befinden, scheint sich das Blatt zu wenden. Zwar haben die neuen Konzernlenker sich endgültig dem modernen Lifestyle zugewendet und alte Kerntugenden wie Kastenwagen-Design und skandinavischen Nonkonformismus über Bord geworfen. Die Autos verkaufen sich dennoch ganz hervorragend, zumindest in China und auf dem europäischen Kontinent. Konkrete Zahlen nannte Geely zunächst nicht, bezifferte das Wachstum im letzten Jahr aber auf ein Plus von rund 36 Prozent in China und gute 10 Prozent in Europa. Lediglich in den USA schrumpfte der Absatz um runde 12 Prozent auf etwa 54.000 verkaufte Volvo. An dieser Stelle sei allerdings auch erwähnt, dass der amerikanische Automarkt traditionell ein sehr wichtiger für Volvo ist. Auch im ersten Quartal dieses Jahres steigt der Umsatz weiter. Die Geschäfte laufen so gut, dass der Konzern rund 1.200 neue Mitarbeiter für die Produktionsstandorte im schwedischen Torslanda und im belgischen Gent einstellen will.

Eine Klare Absage erteilte Volvo hingegen Gerüchten, laut denen die ebenfalls traditionsreiche schwedische Marke Saab ebenfalls ins Reich der Mitte gehen könnte. Der Geely-Konzern habe keine Übernahme-Pläne. Saab wurde von dem holländischen Sportwagenbauer Spyker Cars vor der Pleite gerettet, nachdem der amerikanische Autoriese General Motors (GM) die Marke bereits abwickeln wollte. Ähnlich wie Volvo unter Ford hatte Saab unter der Gleichteile-Politik und dem Sparzwang durch GM zu leiden. Aktuell standen sogar die Produktionsstraßen still, da Saab nicht mehr in der Lage ist, seine Zulieferer zu bezahlen. (autaro)

 

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Mai 2nd, 2011

München, den 02. Mai 2011 (autaro) Seit nunmehr drei Wochen stehen die Produktionsstraßen bei dem schwedischen Traditionsunternehmen Saab still. Grund sind Zahlungsschwierigkeiten und damit verbundene Lieferstopps der meisten Zulieferer Saabs. Mit jedem Tag, an dem nicht produziert werden kann, steigt der Druck auf Saab und den niederländischen Eigner Spyker Cars immens, einige Experten sehen die Traditionsmarke bereits mitten in der Pleite.

Nun scheint allerdings wieder Rettung in Sicht. Der umstrittene russische Milliardär Wladimir Antonow will mit 30 Millionen Euro bei Saab einsteigen und soll dies mittlerweile auch dürfen. Der ehemalige Saab-Eigner General Motors (GM) hatte es beim Verkauf von Saab zur Bedingung gemacht, Antonow als Finanzier auszuschließen. Grund hierfür sind Erkenntnisse des US-Geheimdienstes CIA, die Antonow Verbindungen zur Mafia zuschreiben. Ferner muss die schwedische Kreditaufsicht dem Deal zustimmen. Sollte Antonow die genannten 30 Millionen beisteuern dürfen, würden ihm fortan 29,9 Prozent der Saab-Anteile gehören. Der Chef der schwedischen Kreditaufsicht, Bo Lundgren, bezweifelte in einem Rundfunk-Interview allerdings, dass die Summe von knapp 30 Millionen Euro zur Rettung der Marke ausreichen. Eine weitere schlechte Nachricht für die rund 3.700 Angestellten bei Saab dürften die Nachrichten des holländischen Unternehmen Spyker Cars sein. Demnach hat die Sportwagenschmiede im ersten Quartal bereits einen Verlust von 72 Millionen Euro eingefahren, der Aktienkurs des Unternehmens brach darauf hin um knapp sechs Prozentpunkte ein. Auch das ambitionierte Ziel von Spyker-Chef Viktor Muller, pro Jahr gut 80.000 neue Saab zu verkaufen, wird wohl nicht realisiert werden können. Im Vergangenen Jahr kam man gerade einmal auf 32.000 produzierte Einheiten.

Ob auch weiterhin chinesische Investoren Interesse an Saab haben, oder ob es bei Antonow als Geldgeber bleiben wird, ist derweil unklar. Fakt ist: Saab kann nur überleben, wenn die Kundschaft wieder Vertrauen in die eigenwillige Marke mit Sitz im schwedischen Trollhättan fasst. Neue Modelle, darunter die Oberklasse-Limousine 9-5, haben an sich gut Chancen sich zu verkaufen. Doch kann dies nur gelingen, wen die Finanzierung endgültig steht und die Käufer nicht das Gefühl haben müssen, mit ihrem nächsten Saab ein Auto zu kaufen, dessen Hersteller demnächst nicht mehr existiert. (autaro)

 

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April 28th, 2011

München, den 28. April 2011 (autaro) Um den schwedischen Traditionshersteller Saab ist es dieser Tage schlechter bestellt denn je. Eigentlich fuht das eigenwillige Unternehmen mit Stammsitz im Schwedischen Trollhättan seit der Übernahme durch den amerikanischen Riesen General Motors (GM) Anfang der 90er Jahre nur Verluste ein, seit der Übernahme durch die Holländische Sportwagenschmiede Spyker Cars ist die Lage aber tatsächlich prekär. An der Misere sind die Schweden freilich nicht selbst Schuld, vielmehr war es die lieblose Baukasten-Taktik der GM-Lenker in Detroit, die der Marke schließlich jegliches Charisma nahm. Mit neuen Modellen und wachsendem Vertrauen der Stammkundschaft könnte die Marke zu altem Leben erwachen – vorausgesetzt, sie fährt nicht endgültig vor die Wand.

Seit gut drei Wochen stehen die Produktionsbänder in Trollhättan still, da Rechnungen an Zulieferer nicht überwiesen werden konnten und diese nun nicht mehr liefern. Derweil teilte Unternehmenssprecher Eric Geers gestern im Schwedischen Rundfunk mit, es gebe „mehrere Interessenten“ aus dem fernen China. Damit könnte Saab dem schwedischen Traditionsunternehmen Volvo folgen, das von Ford an das Chinesische Unternehmen Geely verkauft wurde. Dort entwickelt sich Volvo übrigens äußerst erfolgreich, während die Marke unter Ford ähnlich zu leiden hatte, wie Saab unter GM. Bisher konzentrierte man sich bei Saab auf den russischen Milliardär Wladimir Antonow, der mit etlichen Millionen frisches Kapital beisteuern will. Allerdings steht die Genehmigung der schwedischen Behörden sowie der Europäischen Investitionsbank (EIB) noch aus. Die Amerikaner hatten, da sie Antonow russischen Mafia-Kreisen zurechnen, den Ausschluss Antonows von sämtlichen Beteiligungen zur Bedingung während des Verkaufs gemacht.

Eine Beteiligung oder gar eine komplette Übernahme durch China könnte tatsächlich die Rettung für die unter Traditionalisten und Intellekteullen so beliebte Marke bedeuten. Dabei sollte mit Blick auf Volvo und die Entwicklung im Vergleich zu der unter amerikanischer Führung freilich niemand die Nase rümpfen. Ohne ausländische Investoren wären beide Traditionsunternehmen längst von der Bildfläche verschwunden und die internationale Autolandschaft dadurch um einiges ärmer. (autaro)

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