
(Foto: Opel)
München, den 09. August 2011 (autaro) Nach all den widersprüchlichen Meldungen der vergangenen Monate und Jahre und nachdem Opel bereits kurz vor der Abwicklung stand, kam die Nachricht in diesem Jahr überraschend: sowohl die Konzernmutter General Motors (GM) befindet sich wieder in der Gewinnzone als auch die deutsche Tochter Opel. Neue Modelle, darunter vor allem der Astra und der Insignia, finden Anklang bei der Kundschaft und zwischenzeitlich hatte die Kaufkraft dank der guten Konjunktur kräftig angezogen. Dass diese Entwicklung anhält, kann man nur hoffen, Opel will jedoch nichts dem Zufall überlassen.
Um weiter Kunden zu gewinnen bauen die Rüsselsheimer ab Anfang 2013 einen neuen Kleinstwagen, noch unterhalb des kleinen Corsa positioniert. Besonders sparsame Motoren, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und pfiffige Details sollen junge Menschen und urbane Pragmatiker von der Marke mit dem Blitz überzeugen. Zum guten Preis-Leistungs-Verhältnis gehört auch eine niedrige Einstufung bei der Kfz-Versicherung, niedrige Besteuerung und schließlich auch eine Version mit Elektroantrieb. Wann diese in Serie gehen könnte, ist allerdings noch unklar. Vom Marktstart an wird der Neue nur mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren verfügbar sein. Ebenfalls klar: bei dem Namen „Junior“ wird es nicht bleiben, die Marketingstrategen feilen bereits an einem neuen. Dieser dürfte der Opel-Linie folgend ebenfalls auf A enden. Gebaut wird der neue Opel im hochmodernen Werk im Thüringischen Eisenach (s. Foto). Da das Werk bereits mit einer Auslastung von rund 70 Prozent läuft, ist eine zusätzliche Halle in Vorbereitung. Die Investitionen in Höhe von 190 Millionen Euro wurden am gestrigen Montag (08. August) nach einem Treffen mit Landeswirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) bekanntgegeben. Das Land beteiligt sich hieran mit einem Zuschuss über 15,5 Millionen Euro.
Was der Neue kosten wird, ist derzeit noch Spekulation. Als sicher gilt jedoch ein Einstiegspreis von unter 10.000 Euro, denn die Konkurrenz aus Fernost hat in diesem Segment einen wahren Preiskampf entfacht. Das Design wird die aktuelle Linie der Opel-Modelle fortsetzen und will besonders mit frischen Farben und einem juvenilen Gesamtauftritt gefallen. Hinzu kommt die umfassende Opel-Garantie und im Vergleich zur deutschen Konkurrenz die aktuellste Technik – der VW Fox ist beispielsweise ein Dinosaurier gegen den neuen Opel. Gute Karten also für die Rüsselsheimer, die Erfolgssträhne könnte anhalten. (autaro)





Startseite