Reifen, die älter als acht Jahre alt sind, sollten nicht mehr verwendet werden. Auch wenn sie nicht in Gebrauch waren, altern Reifen und sind nach einiger Zeit nicht mehr sicher. Wenn Sie Reifen lagern wollen, tun sie das am besten an einem trockenen, kühlen Ort. Ohne Felgen werden Reifen stehend gelagert, sonst liegend.
Reifen müssen regelmäßig auf Risse oder eingedrungene Fremdkörper untersucht werden. Ist ein Reifen beschädigt, kann Flüssigkeit bis zum Reifenunterbau eindringen und dort große Schäden anrichten. Beschädigte Reifen sollten so schnell wie möglich ersetzt werden, ein Schlauch sollte nur zum Notbehelf eingezogen werden.
Achten Sie darauf, grundsätzlich nur Reifen auf ihrem Fahrzeug zu montieren, deren Bezeichnung in den Fahrzeugpapieren angegeben ist. Verwenden Sie auch neue Ventile, wenn Sie Reifen neu montieren und tauschen Sie zugleich auch das Reserverad mit aus. Am besten sollte auf allen Rädern der gleiche Reifentyp montiert werden, zumindest aber auf der Achse, denn unterschiedliche Reifentypen am selben Fahrzeug verschlechtern die Fahreigenschaften.
Bereits bei einer Profiltiefe von 4mm nimmt die Haftung des Reifens bei Nässe stark ab. Deshalb ist es nicht zu empfehlen, Reifen bis zur gesetzlichen Mindestreifentiefe von 1,6 mm abzufahren. Sommerreifen sollten bei 2 bis 2,5 mm Profiltiefe ausgewechselt werden, Winterreifen bereits bei 4 mm Restprofiltiefe.
Bei zu niedrigem Luftdruck erwärmt sich der Reifen stark. So kann es zu Reifenschäden kommen. Außerdem steigt der Benzinverbrauch, der Verschleiß ist höher und die Fahrstabilität leidet. Der Luftdruck sollte alle zwei Wochen am kalten Reifen überprüft werden. Die Fahrzeughersteller geben meist den Mindestdruck an, der eingefüllt werden sollte. Füllen Sie deshalb ruhig 0,2 bar mehr ein. Die Ventilkappen müssen danach immer fest verschlossen werden und fehlende ersetzt werden. Auch das Reserverad sollte regelmäßig kontrolliert werden.
Bordsteine können Reifen sehr gefährlich werden. Ein heftiges Anprallen oder ein an die Bordsteinkante gequetschter Reifen machen sich möglicherweise erst sehr viel später bemerkbar. Der eigentliche Schaden tritt nicht sofort auf, es treten vielmehr versteckte Schäden auf, die irgendwann zu Unfällen führen können. Deshalb sollten Bordsteinkanten nur langsam und am besten im rechten Winkel überrollt werden.
M+S Reifen haben bei Schnee und Matsch eine deutlich höhere Bodenhaftung als Sommerreifen. Deshalb sollten Sie im Winter und vor allem an Orten, an denen viel Schnee fällt auf jeden Fall montiert werden. Falls die Reifenhöchstgeschwindigkeit unter der Fahrzeughöchstgeschwindigkeit liegt, ist es sinnvoll die Plakette mit der Reifenhöchstgeschwindigkeit im Blickfeld des Fahrers zu platzieren. Der Luftdruck bei M+S Reifen wird um 0,2 bar erhöht.
Eine Winterreifenpflicht gibt es in Deutschland nicht. Es gibt allerdings eine Winterreifenverordnung: § 2 Abs. 3a StVO schreibt eine geeignete Bereifung für die herrschenden Wetterverhältnisse vor. Wer also auf eisigen oder schneebedeckten Straßen fährt, muss Winterreifen montieren. Mit Sommerreifen darf ein Kfz bei diesen Wetterverhältnissen nicht mehr bewegt werden. Das gilt auch für eine Weiterfahrt bei plötzlichen Wetterumschwüngen. Wer dennoch mit Sommerreifen auf verschneiten Straßen fährt, riskiert eine Verwarnungsgeld von 20 Euro, bei einer Behinderung des Verkehrs aufgrund der falschen Bereifung drohen sogar ein Bußgeld von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Wird mit falscher Bereifung ein Unfall verursacht, kann es außerdem zu versicherungsrechtlichen Schwierigkeiten kommen. In den Wintermonaten sind M+S Reifen also unbedingt empfehlenswert.